Teurer Sozialstaat: Sozialausgaben haben sich in den letzten drei Jahrzehnten verdoppelt

Der Sozialstaat wird für die Steuerzahler immer teurer? Wird er bald unbezahlbar?
Sebastian Kahnert/dpa- Studie des IW: Bundesausgaben verlagern sich seit 1992 hin zu mehr Soziales.
- Pro-Kopf-Sozialausgaben stiegen inflationsbereinigt von 1464 Euro auf 2665 Euro.
- Sozialversicherungen pro Kopf mehr als verdoppelt, Arbeitsmarkt-Ausgaben verdreifacht.
- Investitionsanteil sank von über 15 Prozent auf neun Prozent, zuletzt 12,2 Prozent.
- IW-Experte warnt vor politischer Lähmung und empfiehlt Einschnitte im Sozialbudget.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Bundesausgaben haben sich einer Studie zufolge in den vergangenen drei Jahrzehnten spürbar verschoben. Während sich die Sozialausgaben pro Kopf nahezu verdoppelt haben, sind die Investitionen deutlich zurückgegangen.
Mehr Soziales, weniger Investitionen
Das zeigen Berechnungen, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Donnerstag (2. Okotober) vorstellte. Für die Studie verglichen die Experten sämtliche Bundeshaushalte ab 1992.
Die Befunde im Einzelnen:
„Sozialausgaben drohen uns politisch zu lähmen“
„Wenn die Politik Haushaltslöcher schließen will, sollte sie am Sozialbudget ansetzen“, resümiert IW-Haushaltsexperte Tobias Hentze. Er verwies darauf, dass für die Jahre 2027 bis 2029 die Deckungslücke laut Bundesregierung 172 Milliarden Euro betrage.
Die alternde Bevölkerung dürfte die Spielräume darüber hinaus weiter verringern. „Solange die Bundesregierung keinen Mut für Strukturreformen entwickelt, drohen die Sozialausgaben uns politisch zu lähmen“, warnt Hentze. Steuersenkungen seien aufgrund der Entwicklung kaum realisierbar.