Nach Streik in Baden-Württemberg
: Aufatmen an Unikliniken - Tarifstreit beendet

Nach mehreren Verhandlungsrunden und Warnstreiks an vier Unikliniken im Südwesten gibt es eine Einigung im Tarifkonflikt. Was das für Beschäftigte und Patienten bedeutet.
Von
red/dpa
Stuttgart
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Eine Verdi-Flagge ist auf einer Demonstration zu sehen. (Archivbild)

Tom Weller/dpa
  • Einigung im Tarifstreit an vier Unikliniken im Südwesten – Warnstreiks enden.
  • Rund 26.000 Beschäftigte erhalten in drei Schritten insgesamt 5,4 Prozent mehr Gehalt.
  • Neuer Tarifvertrag gilt 27 Monate: Start mit 2,8 Prozent bzw. mindestens 100 Euro ab 1. Oktober.
  • Weitere Erhöhungen ab 1. Dezember 2027 und ab 1. Juli 2028 um jeweils 1,3 Prozent.
  • Verdi verhindert 45-Stunden-Woche und Koppelung der Jahressonderzahlung an Krankentage.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Erst einmal Aufatmen für Patientinnen und Patienten sowie Klarheit für die Mitarbeitenden: Im Tarifstreit an den vier Unikliniken im Südwesten haben die Arbeitgeber und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine Einigung erzielt. Die rund 26.000 Beschäftigen der Häuser in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen bekommen in drei Schritten eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,4 Prozent, wie die Verhandlungspartner mitteilten. Die zuständigen Gremien müssen dem Abschluss aber noch zustimmen.

Vorangegangen waren mehrtägige Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde, die am Mittwoch begonnen hatte. Wegen der Warnstreiks waren zahlreiche OP-Säle geschlossen gewesen; längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten waren die Folge.

Tarifvertrag läuft über 27 Monate

Der neue Tarifvertrag soll den Angaben zufolge 27 Monate gelten. Die erste Entgelterhöhung sieht ab 1. Oktober ein Gehaltsplus von 2,8 Prozent beziehungsweise mindestens 100 Euro mehr vor. Ab 1. Dezember 2027 gibt es ein Plus von 1,3 Prozent und ab 1. Juli 2028 ebenfalls ein Plus von 1,3 Prozent. Auszubildende erhalten in gleichfalls drei Schritten insgesamt 120 Euro mehr Geld.

Die von den Arbeitgebern gewünschte Option auf eine 45-Stunden-Woche und die Koppelung einer Jahressonderzahlung an Krankentage konnte laut Verdi verhindert werden.

Verdi hatte ursprünglich 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten gefordert. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollten monatlich 250 Euro mehr erhalten.

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das unter anderem eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten vorsah. Nach ihren Vorstellungen hätte der neue Abschluss 32 Monate gelten sollen.

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