Nach Vorstößen der Huthi-Miliz in Jemen
: Türkei und Pakistan wollen rasch Truppen in Saudi-Arabien stationieren

Saudi-Arabien gerät mit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland. Seine Verbündeten wollen das Königreich unterstützen.
Von
dpa
Riad
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SAUDI-YEMEN-IRAN-US-ISRAEL-WAR: Flames burn at a facility belonging to Saudi oil giant Aramco south of Riyadh on October 3, 2026. The circumstances remained unclear but in recent weeks Aramco, majority-owned by the Saudi state, has come under attack from the Houthi authorities targeting the kingdom as part of the war in Yemen where Riyadh is backing the internationally recognised government. An AFP journalist reported seeing fire engines attempting to extinguish a blaze at the energy giant's Riyadh refinery, located south of the capital, while ambulances and police vehicles were stationed near the facility. (Photo by AFP) /

Saudi-Arabien geriet zuletzt durch Vorstöße der Huthi-Miliz im Jemen und Angriffe auf die wichtige Ost-West-Pipeline unter Druck.

-/afp
  • Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien wollen rasch Truppen im Königreich stationieren.
  • Dringlichkeitssitzung in Riad: Umsetzung des Mekka-Verteidigungspakts soll sofort beginnen.
  • Umfang der Verlegungen bleibt offen – pakistanische Einheiten sind bereits im Land.
  • Beistand gilt bei Angriff auf eine Partei, ähnlich wie im Nato-Vertrag.
  • Hintergrund sind Huthi-Vorstöße im Jemen und Angriffe auf die Ost-West-Pipeline.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei haben vereinbart, rasch militärische Streitkräfte und Kapazitäten im Königreich zu stationieren. Das teilten die drei Länder nach einer Dringlichkeitssitzung in Riad im Rahmen des Mekka-Verteidigungspakts in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Man habe entschieden, sofort zur praktischen Umsetzung des gemeinsamen Verteidigungspakts überzugehen „und die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die vereinbarten Militärkräfte und -kapazitäten bereitzustellen und deren rasche Stationierung im Königreich zu gewährleisten“, hieß es.

Die Dringlichkeitssitzung in Riad sei abgehalten worden, um auf die Bedrohungen einzugehen, denen Saudi-Arabien gegenüberstehe, hieß es in der Erklärung weiter. In der Mitteilung gab es keine Details, in welchem Umfang Truppen und Gerät nach Saudi-Arabien verlegt werden sollen. Unter einer langanhaltenden Militärpartnerschaft sind bereits pakistanische Einheiten in Saudi-Arabien stationiert. 

Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei haben im August den Mekka-Verteidigungspakt unterzeichnet. Dieser enthält eine Beistandsklausel ähnlich wie die im Nato-Vertrag, wonach ein Angriff auf eine Partei als Angriff auf alle gewertet wird. Saudi-Arabien geriet zuletzt durch Vorstöße der Huthi-Miliz im Jemen und Angriffe auf die wichtige Ost-West-Pipeline unter Druck und erhofft sich hier den Beistand seiner Verbündeten.

Islamabad: Haben unterstützende Rolle inne

Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif, der an dem Treffen teilnahm, sagte dem Sender Geo News, Saudi-Arabien - das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft - habe zuletzt dort Geländegewinne erzielt, wie die Zeitung „Dawn“ berichtete. 

Auf die Frage nach einer möglichen Rolle Pakistans und der Türkei antwortete Asif demnach, beide Staaten seien zwar „im Einsatzgebiet präsent“, doch seien ausschließlich saudische Truppen an Kampfhandlungen beteiligt. Aktuell würden die Türkei und Pakistan eine „unterstützende Rolle“ innehaben, Pakistan sei etwa an Aufklärungsmaßnahmen beteiligt.