Nach Ausschluss von US-Medien
: Weißes Haus startet 24/7-Livestream namens „Trump TV“

US-Präsident Trump schließt führende Medien aus dem Weißen Haus aus, weitere US-Medien fahren daraufhin die Berichterstattung über den Präsidenten zurück. Jetzt geht das Weiße Haus selbst auf Sendung.
Von
dpa
Washington
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Blick in den James-Brady-Presseraum im Weißen Haus.

Jose Luis Magana/AP/dpa
  • Weißes Haus startet eigenen 24/7-Stream „Trump TV“ mit Reden und Militärübungen.
  • Der Stream soll „beste Momente“, Ankündigungen und Regierungsnachrichten zeigen.
  • Anlass ist ein eskalierender Streit mit US-Medien nach Ausschluss von CNN, MS NOW und Politico.
  • Mehrere Medien reduzierten daraufhin ihre Begleitung, Fotos und Pool-Material fehlten.
  • Kritik nennt den Ausschluss Angriff auf Pressefreiheit, die drei Häuser klagen gegen die Verbannung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mitten im Streit mit mehreren US-Medien ist das Weiße Haus mit einem eigenen Online-Kanal auf Sendung gegangen. Am Montagabend (Ortszeit) lancierte das Weiße Haus den Stream namens „Trump TV“, auf dem zunächst Reden von US-Präsident Donald Trump sowie Übungen des US-Militärs zu sehen waren. Unterlegt waren letztere Aufnahmen mit der Stimme eines Kommentators, der die Fähigkeiten der Streitkräfte pries.

Wie das Weiße Haus mitteilte, soll der Stream täglich und rund um die Uhr laufen – „mit den besten Momenten aus der Vergangenheit, Ankündigungen sowie den neuesten und wichtigsten Nachrichten aus der Regierung“. Eigene Produktionen oder journalistische Inhalte waren zunächst nicht zu sehen. Einen Livestream von Trumps Auftritten bietet das Weiße Haus bereits seit längerem an.

Dem Start von „Trump TV“ war ein Streit zwischen Trump und mehreren US-Medien vorausgegangen, der zuletzt immer weiter eskalierte. Am Freitag hatte Trump angekündigt, den drei Medienhäusern CNN, MS NOW und „Politico“ mit sofortiger Wirkung den Zugang zum Weißen Haus zu entziehen. Der US-Präsident warf ihnen vor, Falschnachrichten zu verbreiten. Kritiker sehen darin einen Einschüchterungsversuch und einen Angriff auf die Pressefreiheit. Die drei Medienhäuser klagen gegen ihre Verbannung.

Trump beklagt mangelnde Anerkennung seiner Erfolge

Als Reaktion auf den Ausschluss schränkten andere große US-Sender die tägliche Begleitung des Präsidenten auf seinen Terminen ein. Führende Printmedien wie die „New York Times“ oder die „Washington Post“ fuhren am Montag aus Protest ihre Foto-Berichterstattung zurück.

Derweil machten sich mehrere US-Journalisten über einen Auftritt Trumps lustig, bei dem er ihrer Meinung nach seiner eigenen Zensur zum Opfer fiel. Bei einem Pressetermin am Weißen Haus sprach er minutenlang, war auf dem Livestream des Weißen Hauses aber nicht zu verstehen. Journalisten des TV-Pools waren anders als üblich nicht mit eigenen Kameras und Mikrofonen vor Ort. Sender stellen bei der Begleitung des Präsidenten generell anderen Medien ihr Material zur Verfügung. Dieses Pool-Prinzip dient auch dazu, die Kosten zwischen den Medienhäusern aufzuteilen.

Trump hatte führenden US-Medien zuletzt nicht nur gezielte Falschberichterstattung vorgeworfen, sondern auch bemängelt, dass sie nicht ausreichend über seine Errungenschaften berichteten. Damit soll dem Weißen Haus zufolge jetzt Schluss sein. „Nicht jeder wichtige Moment hat es bisher ins Fernsehen geschafft“, teilte es mit. Mit „Trump TV“ sei das jetzt möglich.