Nach Anschlägen in Istanbul
: Türkei ruft eintägige Staatstrauer aus

Nach dem Doppelanschlag in Istanbul hat die Türkei eine eintägige Staatstrauer ausgerufen. Ministerpräsident Binali Yildirim ordnete an, dass die Flaggen am Sonntag auf halbmast gesetzt werden.
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red/AP
Stuttgart
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  • Die Türkei hat eine eintägige Staatstrauer ausgerufen. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim ordnete an, die Flaggen auf halbmast zu setzen. In Istanbul hatte es am Samstagabend einen Doppelanschlag auf die Polizei gegeben.

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  • Etwa anderthalb Stunden vor der ersten Explosion endete das Spiel zwischen den Erstligisten Besiktas und Bursaspor.

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  • Das Match zwischen den verfeindeten Mannschaften galt als Hochrisikospiel.

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  • Die Bombe explodierte, nachdem sich die Zuschauer zerstreut hatten.

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  • Bei der zweiten Explosion in der Nähe des Parks Macka soll ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz gezündet haben.

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  • Der Park liegt ebenfalls im Viertel Besiktas.

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  • Die Explosionen waren mehrere Kilometer weit zu hören.

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  • Unter den Toten sind überwiegend Polizisten.

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  • Außerdem gibt es viele Verletzte.

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Istanbul - Nach den schweren Anschlägen in Istanbul hat die Türkei eine eintägige Staatstrauer ausgerufen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, ordnete Ministerpräsident Binali Yildirim an, dass die Flaggen am Sonntag auf halbmast gesetzt werden.

Am Samstagabend waren bei einem Doppelanschlag auf die Polizei nach dem Ende eines Fußballspiels in einem Stadion im zentralen Stadtteil Besiktas 29 Menschen getötet und 166 weitere verletzt worden. Laut Innenminister Süleyman Soylu waren 27 der Toten Polizisten, bei den anderen beiden handelte es sich um Zivilisten.

Verdacht fällt auf die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans

Demnach wurde zunächst eine Autobombe nahe einem Polizeibus am Stadion gezündet, bevor sich ein Selbstmordattentäter im angrenzenden Macka-Park inmitten von Polizisten in die Luft sprengte. Laut Soylu wurden bereits zehn Verdächtige festgenommen.

Bisher bekannte sich niemand zu den Anschlägen, doch fällt der Verdacht auf die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und ihre radikale Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben. Auch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat im vergangenen Jahr wiederholt blutige Anschläge in der Türkei verübt.

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