Eklat bei der UN
: „Das hier ist Amerika!“ – US-Botschafter weist Kubas Delegation zurecht

Bei den Vereinten Nationen bricht während einer Rede offener Streit aus. Die kubanische Delegation versucht, die Rede des US‑Botschafters zu unterbrechen.
Von
Ole Rockrohr
New York
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UN-Botschafter der USA, Mike Waltz: ARCHIV - 05.01.2026, USA, New York: Der UN-Botschafter der USA, Michael Waltz, spricht vor dem Sicherheitsrat. (zu dpa: ««Halt Abstand!» - USA und Kuba geraten bei UN aneinander») Foto: Frank Franklin II/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

UN-Botschafter der USA, Mike Waltz. Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen liefert er sich ein heftiges Wortgefecht mit der kubanischen Delegation. (Archivbild)

Frank Franklin II/AP/dpa
  • Heftiger Eklat bei der UN: Kubas Delegation unterbricht die Rede des US‑Botschafters Mike Waltz.
  • Waltz verteidigt das US‑Embargo und kritisiert Kubas Führung seit Fidel Castro scharf.
  • Tumult im Plenarsaal, kubanische Delegation schlägt auf Tische und gestikuliert Richtung Redner.
  • Waltz ruft: „Das ist nicht Ihre kommunistische Diktatur“ und „Das hier ist Amerika!“
  • Kuba wirft Waltz Lügen und Verletzung der Würde der Generalversammlung vor; Abstimmung wird für Mittwoch erwartet.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Vertreter der USA und Kubas haben sich bei den Vereinten Nationen in New York ein heftiges Wortgefecht geliefert. Während der Rede des US‑Botschafters Mike Waltz brach ein Tumult los im Plenarsaal. Plötzlich stand die kubanische Delegation nur wenige Meter von Waltz entfernt und gestikulierte erbost in seine Richtung. Die Reaktion des US‑Repräsentanten fiel ebenso deutlich aus: „Das ist nicht ihre kommunistische Diktatur“ und „Halt Abstand“, rief er dem kubanischen Botschafter entgegen.

US-Botschafter erinnert an Gräueltaten von Fidel Castro

Anlass der Sitzung war eine Abstimmung bei den Vereinten Nationen über das seit Jahrzehnten geltende US-Embargo gegen Kuba. Waltz breitete vor den Ländervertretern scharfe Kritik an der Führung Kubas seit Fidel Castro aus und warb für das Embargo. „Als Castro tausende Schwule, Christen und Afrokubaner in Konzentrationslager schickte, war es das Regime, das ihnen ihren Besitz entzog und von ihrer Zwangsarbeit profitierte“, führte Waltz in New York aus, als sich Unruhe im Saal ausbreitete.

Auf den Videoaufnahmen der UN-Sitzung ist zu hören und zu sehen, wie die kubanische Delegation, Außenminister Bruno Rodríguez voran, begann, mit ihren Händen auf die Tische zu schlagen und in Richtung des US‑Amerikaners zu gestikulieren. „Ich hoffe, jeder hört, was die Delegation gerade macht“, fuhr Waltz fort. „Man stelle sich vor, was passiert, wenn jemand diese Fragen in Havanna stellt.“

Kubanischer Botschafter zu US-Gesandten: „Er lügt“

Von da an gab es bei den Kubanern kein Halten mehr. Außenminister Bruno Rodríguez lief in Richtung des Rednerpults, an dem Waltz seine Rede hielt. Die Sitzungsleitung bemühte sich noch mit Ordnungsrufen, Ruhe in den Saal zu bringen, doch das lief ins Leere. Kurz darauf stand die kubanische Delegation nur ein paar Meter von Waltz entfernt, sichtlich aufgebracht.

Doch der US‑Botschafter ließ sich nicht beirren und rief: „Das ist nicht Ihre kommunistische Diktatur“ und „Halt Abstand!“ Mike Waltz ließ die kubanischen Vertreter wissen: „Ist Ihnen klar, mit wem Sie es zu tun haben? Das hier ist Amerika!“ Rodríguez beschuldigte Waltz der Lüge. „Er lügt nicht nur auf arrogante Weise, sondern verletzt auch die Würde dieser Generalversammlung“, sagte der kubanische Außenminister.

Abstimmung über US-Embargo

Die UN-Generalversammlung stimmt seit 1992 jährlich über eine Resolution zur Beendigung des seit mehr als 60 Jahren bestehenden US-Embargos ab. Die Resolution wird in der Regel von einer großen Mehrheit von Staaten unterstützt. Sie hat aber keine bindende Wirkung. Die diesjährige Abstimmung wird für Mittwoch erwartet.

Zwischen den USA und Kuba sind die Beziehungen seit Jahrzehnten angespannt. Die Lage hat sich unter US-Präsident Donald Trump durch Sanktionen und ein Ölembargo weiter verschärft.