Hubschraubereinsatz
: Verfolgungsjagd auf gestohlene Yacht vor Mallorca

Ein Yacht-Diebstahl im Hafen von Port de Sóller hat sich zum echten Krimi auf dem Mittelmeer entwickelt – mit 100-Kilometer-Entführung.
Von
Michael Maier
Mallorca
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Bildnummer: 02116806  Datum: 19.05.2006  Copyright: imago/Kolvenbach
Schnellboot der Guardia Civil sorgt während des Louis Vuitton Cup Act 11 vor Valencia für die Sicherheit auf See; quer, Boot, Boote, Motorboot, Motorboote, Schnellboote, Sicherheit, security, Polizei, Polizisten, Polizist, Wasserschutzpolizei, Spanien, spanische, Schriftzug, Fahne, Fahnen, Flagge, Flaggen, Landesfahne, Nationalfahne, Nationalfahnen Louis Vuitton Cup Acts 2006, Act 11, LouisVuitton, America, Americas, Regatta, Segelregatta, Vdig Valencia Segeln Herren Mannschaft Totale Randmotiv Personen Objekte

Schnellboot der Guardia Civil (Archiv/Symbolbild).

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  • Gestohlene Luxus-Yacht in Port de Sóller: Start der Flucht am Sonntagmorgen, dem 23. August 2026.
  • Dieb fuhr Richtung Ibiza und legte über 100 Kilometer zurück, GPS-Ortung führte die Polizei.
  • Guardia Civil verfolgte mit Hubschrauber und zwei Patrouillenbooten, Sichtung nahe Tagomago.
  • Skipper ignorierte Anweisungen und versuchte Kollisionen – nach 30 Minuten stoppte er.
  • Polizei enterte die Yacht und nahm den 52-Jährigen fest, Ermittlungen zur Begleiterin laufen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

James-Bond-Szenen vor der Küste Mallorcas und Ibizas: Im Mittelpunkt des Geschehens stand eine gestohlene Luxus-Yacht, gefolgt von einer Flucht über das offene Meer und einem Großeinsatz der spanischen Behörden. Die Ereignisse nahmen am Sonntagmorgen, dem 23. August 2026, im Hafen von Port de Sóller im Westen Mallorcas ihren Anfang. Ein 52-jähriger Mann entwendete dort eine luxuriöse Motoryacht eines lokalen Charterunternehmens, deren Wert auf weit über eine Million Euro beziffert wird. Der Diebstahl blieb jedoch nicht lange unbemerkt. Der Eigentümer des Charterunternehmens alarmierte den Notruf. Da die Yacht mit moderner GPS-Technik ausgestattet war, gelang es der Firma in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, das Schiff schnell zu orten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Dieb bereits weit von Mallorca entfernt und hielt direkten Kurs auf die Nachbarinsel Ibiza.

ARCHIV - 13.06.2020, Spanien, Soller: Stehpaddler und Kanufahrer vor dem Strand von Port de Soller, einer Gemeinde mit vielen deutschen Einwohnern oder Besitzern von Zweitwohnsitzen auf Mallorca. (zu dpa: «Zwei Tote bei Absturz von Leichtflugzeug auf Mallorca») Foto: Clara Margais/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Zwischenfall ereignete sich in Port de Sóller an der Westküste Mallorcas (Archiv).

dpa/Clara Margais

Hubschrauber und Schnellboote vor Mallorca

Um die flüchtende Yacht abzufangen, mobilisierte die spanische Guardia Civil umgehend erhebliche Einsatzkräfte. Koordiniert aus der Luft und zu Wasser nahmen ein Hubschrauber des Luftdiensts sowie zwei Patrouillenboote die Verfolgung auf. Die Einsatzkräfte entdeckten das gestohlene Schiff schließlich nahe der kleinen, unbewohnten Insel Tagomago, die direkt vor der Ostküste Ibizas liegt. Der mutmaßliche Dieb hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Strecke von über 100 Kilometern auf offenem Meer zurückgelegt. An Bord befanden sich der 52-jährige Mann aus Rumänien sowie eine Begleiterin.

Polizei entert gestohlene Yacht vor Tagomago

Als die Boote der Guardia Civil die Yacht erreichten, forderten die Beamten den Skipper wiederholt auf, die Motoren abzustellen. Doch der Mann dachte nicht an Aufgeben. Er ignorierte sämtliche Anweisungen, beschleunigte weiter und versuchte laut offiziellen Angaben der Guardia Civil sogar mehrfach, die Polizeiboote aktiv zu rammen.

Es folgte eine hochriskante Verfolgungsjagd, die rund 30 Minuten andauerte. Erst durch das koordinierte Vorgehen der Besatzungen zu Wasser und der Beobachtung aus der Luft verließ den Mann schließlich der Mut. Er stellte die Motoren ab, woraufhin die Beamten das Schiff entern und den 52-Jährigen festnehmen konnten. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat und der Rolle der an Bord befindlichen Frau dauern derzeit noch an. Mallorca und die Nachbarinseln befinden sich bereits seit einigen Jahren im Visier von internationalen Diebes- und Einbrecherbanden, die es speziell auf Luxus abgesehen haben. Aber auch Gelegenheitstäter sind unterwegs.