Wetterprognose
: So startet Deutschland in den September

Morgen beginnt der meteorologische Herbst in Deutschland. Wie wird das Wetter Anfang September?
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Radfahren im Herbst: ARCHIV - 28.09.2025, Baden-Württemberg, Hayingen: Radfahrer sind bei Hayingen auf der Schwäbischen Alb im Sonnenschein unterwegs (zu dpa: «Endlich Herbst! Neun Dinge, die einen jetzt erfreuen können») Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Deutschland startet mit unterschiedlichem Wetter in den September.

Thomas Warnack/dpa

Deutschland startet mit sehr unterschiedlichem Wetter in den September. Während sich der Süden zunächst häufig freundlich und spätsommerlich präsentiert, bleibt es im Norden deutlich unbeständiger. Dort sorgen Schauer, einzelne Gewitter und kräftiger Wind für einen wechselhaften Wochenauftakt. Im weiteren Wochenverlauf verschärfen sich die Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd.

Zum Wochenstart ziehen zunächst Regenfälle aus dem Südosten und Teilen des Ostens ab. Im Tagesverlauf entwickeln sich vor allem vom Norden bis in die Mitte Deutschlands wiederholt Schauer und einzelne Gewitter. Diese können örtlich kräftiger ausfallen und von Sturmböen begleitet werden. Auch am Alpenrand sind einzelne Schauer oder Gewitter möglich.

Deutlich ruhiger zeigt sich das Wetter vielerorts im Süden. Dort wechseln sich Sonne und Wolken ab, größere Niederschläge bleiben meist aus. Die Temperaturen steigen verbreitet auf 20 bis 25 Grad, im Süden und Osten sind lokal bis zu 27 Grad möglich. Dazu weht ein mäßiger Südwestwind, der in Böen teilweise stürmisch auffrischt.

In der Nacht zum Dienstag ziehen sich die Schauer zunehmend auf das Küstenumfeld und den Osten zurück. Anfangs sind dort noch einzelne Gewitter möglich. In den übrigen Regionen bleibt es bei gering bewölktem oder klarem Himmel weitgehend trocken. Die Temperaturen sinken auf 15 bis 10 Grad.

Dienstag: Im Norden unbeständig, im Süden meist trocken

Am Dienstag, dem 1. September, bleibt die Zweiteilung beim Wetter bestehen. Im Norden treten erneut Schauer auf, vereinzelt sind auch Gewitter möglich. In der Mitte und an den Alpen können sich ebenfalls einzelne Schauer entwickeln. Ansonsten zeigt sich der Himmel heiter bis wolkig und es bleibt überwiegend trocken.

An der Nordsee werden rund 20 Grad erreicht. Am Oberrhein und entlang der Donau sind dagegen bis zu 26 Grad möglich. Der Wind kommt aus westlichen Richtungen und weht schwach bis mäßig, an der Küste zeitweise frisch bis stark.

In der Nacht zum Mittwoch klingen die meisten Schauer ab und ziehen sich an die Ostseeküste zurück. In der Mitte Deutschlands können sich örtlich Nebelfelder bilden. Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 8 und 14 Grad.

Mittwoch und Donnerstag: Windiger Norden, warmer Süden

Auch zur Wochenmitte ändert sich am grundlegenden Wettermuster zunächst wenig. Am Mittwoch fällt vor allem in Nordseenähe zeitweise schauerartiger Regen, vereinzelt sind Gewitter möglich. In den übrigen Landesteilen wechseln sich Sonne und Wolken ab, vielfach bleibt es trocken.

Die Höchsttemperaturen liegen im Norden und in der Mitte meist zwischen 19 und 23 Grad. Im Süden werden bis zu 26 Grad erreicht. Gleichzeitig frischt der Westwind im Norden deutlich auf. An der Küste wird es zunehmend windig, teilweise auch stürmisch.

Am Donnerstag breiten sich dichte Wolken und Regen vom Norden bis in die Mitte aus. Rund um Nord- und Ostsee können die Niederschläge schauerartig verstärkt und lokal von Gewittern begleitet sein. Dazu treten zeitweise starke bis stürmische Böen auf. An exponierten Küstenabschnitten sowie auf dem Brocken sind auch Sturmböen möglich.

Im Süden herrscht dagegen weiterhin Spätsommerwetter. Dort bleibt es häufig heiter oder sonnig und trocken. Mit 24 bis 28 Grad wird es deutlich wärmer als im Norden, wo die Temperaturen meist nur 19 bis 23 Grad erreichen.

Freitag: Im Süden örtlich mehr als 30 Grad

Am Freitag werden die Gegensätze noch größer. In den nördlichen Landesteilen bleibt es bewölkt und regnerisch. Teilweise können die Niederschläge länger anhalten oder schauerartig und gewittrig ausfallen. Gleichzeitig bleibt kräftiger Westwind ein Thema.

Südlich davon setzt sich dagegen überwiegend trockenes und teilweise sonniges Wetter durch. Die Temperaturen steigen dort auf 25 bis 30 Grad, am Oberrhein sind lokal sogar Werte um 31 Grad möglich. Im Norden werden dagegen meist nur 20 bis 24 Grad erreicht.

Auch am Samstag bleibt es im Süden mit 25 bis 28 Grad, am Oberrhein örtlich um 30 Grad, sommerlich warm. Im Norden bewegen sich die Höchstwerte eher zwischen 20 und 24 Grad. Die Niederschläge sollen im Tagesverlauf von Westen her insgesamt nachlassen.

Ab Sonntag steigt das Gewitterrisiko auch im Süden

Zum Ende der ersten Septemberwoche könnte die bislang recht stabile Wetterlage im Süden ins Wanken geraten. Am Sonntag steigt sowohl von Westen als auch aus dem Alpenraum die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter. Lokal sind dabei auch kräftigere Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Bei Gewittern können Sturmböen auftreten.

Die Temperaturunterschiede bleiben groß: An der See werden teilweise nur rund 20 Grad erwartet, während am Oberrhein erneut Werte um 30 Grad möglich sind.

Zu Beginn der darauffolgenden Woche deutet sich nach derzeitigem Stand leicht wechselhaftes Wetter mit zeitweiligem Regen an. Der Norden bleibt mit etwa 20 bis 24 Grad vergleichsweise kühl. Im Süden können dagegen weiterhin sommerliche 25 bis 30 Grad erreicht werden.