Wetter-Vorhersage: Blitze, Stromausfall, Unfälle: Stürmische Nacht in Deutschland

Während eines Gewitters erhellt ein Blitz den Nachthimmel mit einer Windenergieanlage im östlichen Brandenburg.
dpa/Patrick PleulHeftige Gewitter mit Starkregen haben Keller und Straßen unter Wasser gesetzt. In Niedersachsen wurden bei einem Blitzeinschlag mehrere Menschen verletzt. Feuerwehr und Polizei waren vielerorts im Einsatz. Der Deutsche Wetterdienst hob in der Nacht alle Unwetterwarnungen wieder auf. Im Laufe des Tages sollte es im Südosten, Osten und Nordosten neue Gewitter geben.
Blitz trifft Familie
In einem Park im niedersächsischen Delmenhorst schlug ein Blitz ein und verletzte acht Mitglieder einer Familie. Sie hatten unter einem Baum gesessen. Ein fünfjähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen wurden am Sonntag (21. Juli) laut Polizei reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Mutter, ihr Mann, eine zwei und eine neunjährige Tochter, ein zwölfjähriger Sohn und ein 31-jähriger Verwandter wurden ebenfalls in Krankenhäuser gefahren.
Am Sonntagnachmittag waren über Teile Deutschlands Gewitter gezogen. Die Meteorologen hatten entsprechend gewarnt. Zum Beispiel im Südwesten von Niedersachsen gab es schwere Gewitter mit Starkregen. Mancherorts fielen rund 29 Liter pro Quadratmeter pro Stunde, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes sagte. Auch andere Regionen waren betroffen.

Rettungskräfte stehen bei einem Rettungshubschrauber und bereiten den Transport von Verletzten vor. In einem Park in Delmenhorst schlägt ein Blitz in einen Baum ein. Darunter sitzt eine Familie. Alle sechs Menschen werden verletzt.
Foto: Nord-West-Media TVSchwere Gewitter und Überschwemmungen
Wie sind die Aussichten für Montag?
Dem Wetterdienst zufolge setzt sich am heutigen Montag (22. Juli) von Westen her allmählich eine Hochdruckzone durch. Mit ihr gelange etwas trockenere Luft ins Land. „Nur im Südosten hält sich weiterhin die vorher wetterbestimmende schwül-warme und instabile Luftmasse“, heißt es laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Dort sind Gewitter möglich.
Tagsüber kommen vom Süden bis in den Osten und Nordosten bei wechselnder Bewölkung Schauer, im Südosten sind auch einzelne Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 28 Grad.
Wie sind die Aussichten für Dienstag?
In der Nacht zum Dienstag ist es im Alpenvorland stark bewölkt mit vereinzelten Schauern. In der zweiten Nachthälfte verdichten sich im Westen und Nordwesten die Wolken, gegen Morgen gibt es im Nordwesten einzelne Schauer.
Am Dienstag (23. Juli) ist es im Westen und Nordwesten stark bewölkt mit schauerartigem Regen und teils kräftigen Gewittern. Örtliche Unwetter sind nicht ausgeschlossen. Auch im südlichen Alpenvorland einzelne starke Gewitter. Im übrigen Deutschland ist wechselnd bewölkt mit zum Teil auch längeren sonnigen Abschnitten.
Wie sind die Aussichten für Mittwoch?
In der Nacht zum Mittwoch ziehen von der Mitte in die Osthälfte schauerartiger Regen sowie einzelne Gewitter.
Am Mittwoch (24. Juli) sind im Osten und Südosten anfangs bei wechselnder Bewölkung Schauer zu erwarten, die im Tagesverlauf ostwärts abziehen. In den übrigen Regionen wird es bei nur geringer Schauerneigung neben einigen Quellwolken längere sonnige Abschnitte geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 26 Grad.
Wie sind die Aussichten für Donnerstag?
In der Nacht zum Donnerstag ist es gering bewölkt oder klar und niederschlagsfrei.
Am Donnerstag (25. Juli) ziehen im Norden und Osten zeitweise Wolken auf. Lediglich an den Alpen und an der Ostsee ist das Schauerrisiko gering. Den Tag über ist es locker bewölkt oder sonnig und trocken. Höchstwerte um 20, sonst 22 bis 28 Grad, mit den höchsten Werten im Südwesten.
In der Nacht zum Freitag im Nordwesten zunehmend stark bewölkt, im Nachtverlauf etwas Regen. Sonst gering bewölkt, teils klar und trocken. Tiefstwerte 16 bis 9 Grad.