Wetter in Deutschland
: Wo heute Gewitter mit Hagel möglich sind

Vor allem im Nordwesten sowie im Süden und Südosten ziehen im Tagesverlauf Schauer und Gewitter auf
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Superzelle über Mittelhessen: 19.08.2026, Hessen, Lich: Eine Gewitterwolke (Superzelle) zieht über Lich im mittelhessischen Landkreis Gießen. Foto: Alexander Wolf/onw-images/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gewitterwolken über Deutschland (Archivbild).

Alexander Wolf/onw-images/dpa

Am Vormittag bleibt es zunächst in vielen Landesteilen trocken. Später nimmt die Gewittergefahr jedoch deutlich zu. Ursache ist ein Frontensystem über dem Südosten Deutschlands, das nur langsam weiter nach Süden zieht. Es trennt mäßig warme Meeresluft im Norden und Westen von sommerlich warmer Luft im Südosten.

Im Norden und Westen drohen Gewitter mit kleinem Hagel

Ab dem späten Vormittag entwickeln sich zunächst im Norden und Westen neben Schauern auch einzelne Gewitter. Diese können lokal kräftig ausfallen.

Dabei sind innerhalb kurzer Zeit Regenmengen um 20 Liter pro Quadratmeter möglich. Außerdem können kleinkörniger Hagel und Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde auftreten.

Im Tagesverlauf weiten sich die Schauer und kurzen Gewitter auf weite Teile der Nordhälfte aus. Besonders im Nordwesten bleibt es auch in der Nacht zum Freitag unbeständig. Vor allem im Umfeld der Nordsee sind dann weiterhin einzelne Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen möglich.

Im Süden und Südosten sind Unwetter möglich

Deutlich kräftiger können die Gewitter im Süden und Südosten ausfallen. Etwa von Südbaden über Teile Süddeutschlands bis nach Oberfranken und weiter in Richtung Südosten nimmt das Gewitterrisiko ab Mittag beziehungsweise am frühen Nachmittag zu.

Auch dort rechnet der Deutsche Wetterdienst mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Hinzu kommen Hagel und Sturmböen bis etwa 80 Kilometer pro Stunde.

Vereinzelt sind jedoch stärkere Entwicklungen möglich. Dann kann es zu heftigem Starkregen, größerem Hagel und schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde kommen. Besonders im Südosten sind deshalb örtlich Unwetter nicht ausgeschlossen.

Bereits in den Frühstunden können zudem von der Pfalz bis nach Unterfranken sowie an den Alpen einzelne Gewitter auftreten.

Bis zu 28 Grad vor den Gewittern

Abseits der Schauer und Gewitter zeigt sich das Wetter wechselnd bewölkt und vielerorts trocken. Die Temperaturen steigen auf 20 bis 28 Grad. Die höchsten Werte werden vor allem in den sommerlich warmen Regionen im Süden und Südosten erreicht.

Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Südwestwind. In der Mitte und im Süden frischt er zeitweise auf. In freien und höheren Lagen sind einzelne steife Böen möglich, an exponierten Stellen auch stürmische Böen.

Gewitter lassen in der Nacht langsam nach

In der Nacht zum Freitag halten sich im Südosten zunächst noch einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Im Laufe der Nacht schwächt sich die Gewittertätigkeit dort allmählich ab.

Aus den Alpen heraus kann sich anschließend schauerartiger und teilweise gewittriger Regen bis in das südliche Alpenvorland ausbreiten. Auch dabei ist Starkregen nicht ausgeschlossen.

In vielen anderen Regionen bleibt die Nacht dagegen überwiegend trocken. Die Temperaturen sinken auf 16 bis 11 Grad.