Wegen grüner Schleimklumpen
: Gesundheitsamt rät vom Baden in Bodensee-Seitenarm ab

Grün-braune Schleimklumpen treiben bei Lindau auf dem Wasser. Das Gesundheitsamt warnt: Die Bakterien könnten giftig sein - und für Hunde sogar lebensgefährlich.
Von
dpa
Lindau
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Vom Baden im Kleinen See wird gerade abgeraten.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Gesundheitsamt warnt: Kein Baden im Kleinen See in Lindau empfohlen.
  • Grund sind grün-braune Schleimklumpen aus benthischen Cyanobakterien.
  • Die Bakterien können Toxine bilden – für Hunde sogar lebensgefährlich.
  • Beim Menschen drohen Hautreizungen und Durchfall nach Verschlucken.
  • Proben wurden entnommen, Ergebnisse stehen aus; hohe Temperaturen begünstigen Wachstum.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer derzeit am Bodensee baden will, sollte einen Bereich in Lindau meiden: Das Gesundheitsamt rät vorsorglich vom Baden im Kleinen See ab. Grund seien grün-braune Schleimklumpen auf der Wasseroberfläche, wie die Stadt mitteilte. Dabei handelt es sich nach Angaben der Behörde um sogenannte benthische Cyanobakterien, die giftige Stoffe bilden können. Zuvor hatte die „Schwäbische Zeitung“ darüber berichtet.

Die Behörde hat laut Mitteilung Wasserproben entnommen und untersucht nun, ob die Bakterien tatsächlich gesundheitsschädliche Toxine enthalten. Bis die Laborergebnisse vorliegen, sollten Badegäste nicht in den Kleinen See gehen. Auch Hunde sollten von dem Gewässer ferngehalten werden. Für sie können die Toxine lebensgefährlich sein.

Hautreizungen und Durchfall möglich 

Nach Angaben des Gesundheitsamts können die Giftstoffe beim Menschen unter anderem Hautreizungen sowie Durchfall verursachen, wenn belastetes Wasser verschluckt wird. Der Kleine See ist ein ruhiger Seitenarm des Bodensees zwischen der Lindauer Insel und dem Festland.

Begünstigt wird das Wachstum der Cyanobakterien durch die derzeit hohen Wassertemperaturen von rund 26 Grad und einen hohen Nährstoffgehalt. Die Bakterien wachsen normalerweise auf Steinen und Wasserpflanzen am Gewässergrund und bilden dort einen schleimigen Belag, der auch als „Krötenhaut“ bezeichnet wird. Durch die Hitze können sich die Beläge lösen und an die Wasseroberfläche treiben. Dadurch steigt das Risiko, dass Menschen und Tiere mit ihnen in Kontakt kommen.

Die Bakterien können Magen-Darm-Probleme auslösen.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa