Spektakuläres Naturschauspiel: Wann ist die nächste Mondfinsternis in Deutschland?

Eine partielle Mondfinsternis war bei klarem Wetter im Rheinland, wie hier in Wachtberg bei Bonn in den frühen Morgenstunden am 18. September klar zu erkennen.
imago/Bonn.digital/Marc JohnWenn die Erde sich zwischen Sonne und Mond positioniert und der Schatten der Erde den Mond überquert, wird eine Mondfinsternis sichtbar – beobachtet werden konnte diese hierzulande in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Das Himmelschauspiel ist einzigartig: Mit bloßem Auge kann verfolgt werden, wie sich der Schatten der Erde allmählich über die Mondoberfläche ausbreitet. Die Sonne beleuchtet die Erde, die ihren Schatten ins All wirft.
Durch diesen entstandenen Schatten bewegt sich der Vollmond und verdunkelt sich für eine kurze Zeit. Je nachdem, wie der Schatten auf die Mondoberfläche trifft, entsteht eine sogenannte partielle oder totale Mondfinsternis. Möglich ist auch eine kaum sichtbare sogenannte Halbschattenfinsternis.
Mondfinsternis: An diesen Tagen findet sie statt
Für alle die das Naturspektakel verpasst haben, gibt es gute Nachrichten. Denn eine Mondfinsternis findet häufiger statt, als man glaubt. Doch wann genau ist sie das nächste Mal in Deutschland zu sehen? Dieses Jahr wird es keine mehr geben, doch nächstes Jahr im Frühjahr haben Beobachterinnen und Beobachter erneut die Chance, das Phänomen zu bestaunen. Wer weitere Mondfinsternisse sehen möchte, sollte diese Tage im Blick behalten:
Im gesamten 21. Jahrhundert werden 85 totale und 57 partielle Mondfinsternisse erwartet.
Mondfinsternis, Vollmond, Sicht
Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond auftreten. Das heißt, oft muss man mitten in der Nacht aufstehen, um diese zu Gesicht zu bekommen. Der Vorteil: Beim Beobachten einer Mondfinsternis werden keine Hilfsmittel, wie etwas bei einer Sonnenfinsternis, benötigt. Sobald der Erdschatten einen Teil der Mondoberfläche berührt hat, lässt sie sich auch mit bloßem Augen erkennen.
Zur besseren Sich kann jedoch ein Fernglas nützlich sein. Ein Teleskop bringt die Mondfinsternis voll zur Geltung – auch hier ist keine Schutzfolie wie bei einer Sonnenbeobachtung notwendig. Nichtsdestotrotz kann der Vollmond im Teleskop unangenehm hell sein, solange er noch nicht ausreichend verdunkelt ist. Ein sogenannter Mondfilter kann in diesem Fall empfehlenswert sein.
Verknüpft mit einer totalen Mondfinsternis, ist der sogenannte „Blutmond“. Dieser entsteht, wenn der Vollmond vollständig verdunkelt ist. Dann gelangt nur noch sehr wenig Sonnenlicht zum Mond. Dieses wird durch die Erdatmosphäre gefiltert. Weil vor allem langwelliges rotes Licht den Mond erreicht, bezeichnet man das Himmelsschauspiel als „Blutmond“ oder auch „Rostmond“.