Waldbrände in Spanien
: Neues Feuer wütet an Grenze zu Portugal - Karte zeigt, wo es aktuell brennt

In Spanien ist ein neuer großer Waldbrand ausgebrochen. Hunderte Menschen mussten an der Grenze zu Portugal evakuiert werden.
Von
Daniel Steiger
Madrid
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Waldbrände in Spanien: 29.07.2026, Spanien, Fermoselle: Dichter Rauch ist während eines Waldbrandes am Rande einer Landstraße zu sehen. Im Naturpark Arribes del Duero in Fermoselle brach gegen 13 Uhr im Gebiet El Picón an den Hängen des Flusses Tormes ein Waldbrand der Stufe 2 aus. Der Zivilschutz hat eine Abriegelung der Ortschaft Fermoselle und die Evakuierung von Formariz, Fornillos de Fermoselle, Palazuelo de Sayago, Pinilla de Fermoselle und Mámoles angeordnet. Foto: Paloma V. Escarpa/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Waldbrände in Spanien aktuell:  Im Naturpark Arribes del Duero in Fermoselle brach im Gebiet El Picón an den Hängen des Flusses Tormes ein Feuer aus.

Paloma V. Escarpa/EUROPA PRESS/dpa

Temperaturen von mehr als 40 Grad und anhaltende Hitze bringen aktuell keine Entspannung rund um die Waldbrände in Spanien. Jetzt ist sogar ein neues Feuer an der Grenze zu Portugal ausgebrochen. Wie ist die Lage aktuell?

Waldbrand in Spanien: Karte zeigt, wo es aktuell brennt

Im von Bränden heimgesuchten Spanien ist nun in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal ein schweres Feuer ausgebrochen. Wegen erheblicher Risiken für die Anwohner seien zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle innerhalb des Parque Nacional Arribes del Duero evakuiert worden, teilte die Regionalregierung der Gemeinschaft Kastilien und León mit. Für zwei weitere Ortschaften wurden Ausgangsbeschränkungen angeordnet.

Rund 950 Menschen wurden in der betroffenen Region im Nordwesten Spaniens laut Medienberichten in Sicherheit gebracht. Dazu zählten die Bewohner eines Altenheims in Muga de Sayago, wie die Polizeieinheit Guardia Civil auf X mitteilte.

Ministerpräsident Pedro Sánchez erörterte die Lage der Feuer in Spanien bei einem Treffen mit König Felipe VI. in Palma de Mallorca. Sie hätten ebenfalls über die extreme Gefahr angesichts der Hitze gesprochen, teilte Sánchez anschließend vor der Presse mit. Es sprach von einer äußerst angespannten Waldbrandlage. Derzeit seien in Spanien zehn Feuer unterschiedlichen Ausmaßes aktiv, sagte Sánchez.

Diese interaktive Karte zeigt die aktiven Waldbrände in ganz Spanien.

Neue Hitzewelle in Spanien dauert an

Angesichts einer neuen Hitzewelle, die bis Sonntag andauern werde, rief er die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf. Sánchez kündigte zudem an, die Europäische Kommission gebeten zu haben, in Son Sant Joan auf Mallorca ein neues europäisches Zentrum für die Brandbekämpfung einzurichten.

In einigen Gebieten Spaniens entspannt sich die Lage inzwischen langsam weiter. Die Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen werden nach und nach aufgehoben. Allerdings dürfen noch rund 9500 Menschen, alle in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren. Das Feuer in der Sierra Norte im Westen der Gemeinschaft gilt inzwischen als endgültig stabilisiert, ebenso wie das Feuer in der angrenzenden Provinz Toledo südwestlich von Madrid. In Ávila wurden alle die Ausgangssperren und Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben.

(mit Material von dpa und AFP)