Video zeigt das Foul
: Rote Karte für Folarin Balogun

Im Video ist die Szene zu sehen, die aktuell für so viel Gesprächsstoff sorgt. Aus diesem Grund bekam Balogun die rote Karte.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Folarin Balogun

Folarin Balogun bekommt eine rote Karte.

Julio Cortez/AP/dpa

Folarin Balogun steht dem US-Nationalteam im WM-Achtelfinale gegen Belgien zur Verfügung. Die Sperre nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina wurde von der FIFA ausgesetzt. Der Angreifer darf damit trotz des Platzverweises am Montagabend in Seattle eingesetzt werden.

Video zeigt das Foul

Balogun hatte im vorherigen Spiel der USA eine glatte Rote Karte gesehen. Nach den Turnierregeln ist damit grundsätzlich eine automatische Sperre für ein Spiel verbunden. Die FIFA bestätigte nun jedoch, dass die Umsetzung dieser Sperre für eine Bewährungszeit von einem Jahr ausgesetzt wird.

Sollte Balogun innerhalb dieses Zeitraums ein weiteres Vergehen ähnlicher Art und Schwere begehen, kann die ausgesetzte Sperre wieder in Kraft treten. Zusätzlich könnten dann weitere Sanktionen verhängt werden.

Foul nach VAR-Überprüfung mit Rot geahndet

Die Szene ereignete sich in der zweiten Halbzeit gegen Bosnien und Herzegowina. Balogun verfolgte einen Ball an der linken Seitenlinie und traf dabei Verteidiger Tarik Muharemovic am Bein. Der Schiedsrichter zeigte zunächst keine Rote Karte, wurde anschließend jedoch zur Überprüfung an den Monitor geschickt.

Nach Ansicht der Bilder entschied der Unparteiische auf schweres Foulspiel und schickte Balogun vom Platz. Die Szene ist im Video zu sehen.

Entscheidung sorgt für Diskussionen

Die Entscheidung, Balogun für das Achtelfinale spielberechtigt zu machen, löste unterschiedliche Reaktionen aus. U.S. Soccer teilte mit, die Entscheidung zu akzeptieren und begrüßte sie. Der Fokus liege nun vollständig auf dem Spiel gegen Belgien.

Der belgische Verband reagierte dagegen kritisch. Er zeigte sich überrascht von der Entscheidung und verwies auf mögliche Auswirkungen auf Fairness und Gleichbehandlung im Wettbewerb. Nach Angaben des Verbands werden mögliche weitere Schritte geprüft.

Berichte über politisches Eingreifen

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump nach dem Spiel Kontakt zu FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgenommen haben soll. Dabei soll es um eine Überprüfung der Sperre gegangen sein. Die FIFA bestätigte Baloguns Spielberechtigung später offiziell.

Die Entscheidung wurde von der FIFA mit Artikel 27 des Disziplinarkodex begründet. Dieser erlaubt es dem zuständigen Gremium, die Umsetzung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise auszusetzen.