STN+STN+Trends im Badezimmer
: Edel wohnen im Designerbad

Wie hat sich eigentlich das Bad von der Nasszelle zum wohnlichen Vorzeigeraum mit Hightech entwickelt? Und warum kostet ein neues Bad mindestens 20.000 Euro?
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Designerbad mit Pflanzen, minimalistischen Formen und dezenten Farben.

    KWC/VDS
  • Das Badezimmer wird wohnlicher, wie diese Badezimmerszenerie zeigt. . .

    Hersteller/Hansgrohe
  • . . mit Vorhängen und farblich fein gestrichenen Wänden statt Kacheln. Die Wanne im Schlafzimmer hat als Trend allerdings nicht durchgesetzt.

    Vereinigung deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)/Dornbracht
  • Eine neue Installationstechnik macht aus der Duschfläche eine Duschfliese. Sie wird direkt auf Estrich verklebt und verschmilzt mit dem sie umgebenden Belag endgültig zu einem planen Boden. Mutige Farbe: orange-rotes Carneol.

    Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)/©Bette
  • In Asien stehe Wasser von jeher für ein großes Maß an emotionaler und physischer Heilung, sagt Lyndon Neri vom Design- und Forschungsbüro Neri&Hu. In seiner extravaganten Interpretation des Bades im aktuellen Transitional Style ist es ein Ort des vorübergehenden Verweilens und der Regeneration. Das architektonische Konzept lässt das Atrium nach römischem Vorbild neu aufleben. Innenräume werden untereinander und zugleich mit der Außenwelt verbunden.

    Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)/ ©Dornbracht ©Neri&Hu
  • So wird das Bad nicht nur in der Forschung, sondern auch daheim zum Wellnessbereich.

    Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / ©Dornbracht
  • Ein neues Bad kostet ab 20000 Euro – ohne goldene Wasserhähne. Bis ein Bad so schön ist wie die hier gezeigten Beispiele, ist viel handwerkliche Arbeit nötig. Bei einer Badmodernisierung mit Fußbodenheizung etwa gehört dies dazu:Verlegung der Heizschleifen und Befestigung auf Dämmung mit Kabelbindern. Anschließend wird der Estrich gegossen. Die Wände sind für die späteren Fliesenarbeiten sowie die folgende Montage der Objekte bereits vorbereitet.Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

     
  • Wanne und Dusche: Badeschick unterm Dach in Schwarz und Weiß.

    VDS / ©Bette
  • Schlichte Formen auch bei Duravit, seit 200 Jahren im Schwarzwald zuhause. und zugleich weltweit vertreten. Im Bild ist die Keramikserie „Viu“ und das entsprechende Möbelprogramm „XViu“, mit Industrieschick und wandhängendem Unterschrank mit V-förmigen Seitenprofilen aus Aluminium. Wahlweise in hellem Champagnerton oder in mattem Schwarz.

    VDS/Duravit
  • Sehr augenfällig ist laut Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) der Trend zur dunkleren Badgestaltung. Dabei kombiniert man schwarze Sanitärelemente mit Metalltönen. Diese Rinnendusche etwa hat eine Blende in Gold glänzend. Dazu Wände in Cognacfarbe.

    VDS/ ©Kaldewei
  • Alles wiederholt sich: Heutzutage lässt man sich seinen modernen Zuber vor ein tiefes Fenster planen, um beim Abtauchen darin die schöne Aussicht in den Garten genießen zu können – so, wie es schon die Adeligen im Mittelalter getan haben.

    Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) / ©Villeroy & Boch
  • So schön sieht smarte Technik bei Hansgrohe aus dem Schwarzwald aus: Via App und Smartphone lassen sich verschiedene Stimmungen mit Farben, Duschprogrammen und Düften im Badezimmer steuern.

    VDS/Hansgrohe
  • Zur Topausstattung gehören auf den Körper abgestimmte Wasserauslässe in der Wand, die programmierte Massageanwendungen bieten, doch . . .

    VDS/Dornbracht
  • . . . für so einen individuellen Gesundbrunnen benötigt man spezielle technische Voraussetzungen. Die Sanitärprofis helfen. Aktuell und innovativ sind Düsen, die mit einer neuartigen, aufgefächerten Strahlart wahlweise für eine zielgerichtete Massage im Bereich des Nackens, der Brustwirbel und der Lendenwirbel sorgen und so zur Linderung und Prävention von Verspannungen beitragen.

    VDS/Dornbracht
  • Sieht gut aus, auch im Alter: Im Trend liegt auch das altersgerechte Badezimmer mit bodengleicher Dusche und Haltegriffen am WC. Passt alles zusammen: Bürstengarnitur im schicken Grauton – Edelstahl pulverbeschichtet, auch in Schwarz oder Weiß verfügbar – Winkelgriff und Stützklappgriff. Die Sortimentstiefe bietet auch rund um den Waschplatz Accessoires und Hilfsmittel.

    Hewi/Hersteller
  • Praktisch: Schnell mal Haare waschen, dafür muss man hier nicht mehr extra unter die Dusche . . .

    VDS/Hansgrohe
  • . . . , wenn am Handwaschbecken eine Brause eingebaut ist.

    VDS/Hansgrohe
  • Sprühfein: großer Brausekopf.

    VDS/Hansa
  • Regendusche, Überkopf-Brausen gibt es schon seit Jahrhunderten, hier sind sie noch nicht so lang in Mode. Wohl aber die Duschstange mit Handbrause, die seit dem 20. Jahrhundert praktisch und beliebt ist.

    VDS/Ideal Standard
  • Mut dem renommierten italienischen Designpreis Compasso d’Oro ausgezeichnet: die minimalistische Armaturen-Kollektion AK/25 des südkoreanischen Designers Paik Sun Kim Aboutwater von Fantini / Boffi: flache, rechteckige Formen, die wie Bausteine miteinander verbunden sind.

    Hersteller
  • Der sprichwörtliche goldene Wasserhahn: Armaturenklassiker „Tara“ in Messing mit kleinem Goldanteil für schönen Glanz.

    VDS/Dornbracht
  • Von wegen Wasser fließt nur nach unten. Neben dem klassischen Wasserspender gibt es jetzt auch spezialisierte Auslassstellen; etwa den drehbaren Auslauf für die erfrischende Mundspülung oder das herausziehbare Gießrohr für Arm- oder Stirngüsse.

    Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft/Dornbracht
  • Mit Ecken und Kanten – und Pflanzen.

    VDS/Ideal Standard
  • Retro-Trend für Designfans: Armatur von Axor. Durch das Bad schwappt eine kleine Nostalgiewelle. Allen voran sind es Armaturen mit Kreuzgriffen und authentisch beschrifteten Porzellaneinsätzen, die den Look des frühen 20. Jahrhunderts zitieren.

    VDS/Axor Hansgrohe SE
  • Sehen, woher das Wasser kommt: Armatur, entworfen von dem französischen Designer Philippe Starck.

    VDS/Axor Hansgrohe SE
  • Berührungslos Wasser laufen lassen, das ist seit der Pandemie auch in Privathaushalten interessant.

    VDS/Dornbracht
  • Farbe im Bad kennt man seit den 70er Jahren. Hier sind heutige Versionen mit schlichten Formen und zarten matten Farbtönen.

    VDS/Ideal Standard
  • Auch schön: dezentes Türkis mit Dunkelgrau und Pflanzengrün.

    KWC
  • Bei Farbe sind viele Bauherren etwas zögerlich. Anders als in den 1970ern sind die Wannen und Waschbecken heute weniger knallig – hier ein dezentes Grün.

    VDS/Bette
  • Für Designfreunde: Gemustert und dazu Messingglänzende schlichte Armaturen von der dänischen Firma Vola.

    Hersteller
  • Im Trend: Matt weiße Armatur zur minimalistischen Badewanne von Vola aus Dänemark.

    Hersteller
  • 40 Minuten täglich halten sich laut einer Umfrage die Deutschen pro Tag im Bad auf. Da darf es also auch ein bisschen gemütlich sein, mit freistehender Wanne, Teppich, Möbeln und Designerlämpchen.

    VDS
  • Auch die Nichtfarbe Schwarz ist bei Designfreunden beliebt.

    VDS/Bette
  • Glamourös: Badewannenluxus mit interessanter Struktur an der Außenhaut.

    VDS/Bette
  • In den Boden eingelassene Wanne – oder schon ein halber Pool?

    VDS/Burgbad
  • Bad mit Dusch-WC.

    VDS/Geberit
  • Auch im WC-Bereich hält Technik mit App und Smartphone Einzug.

    VDS/Duravit
  • Dezentes Grau: Dusch-WC. In Asien und im arabischen Raum sind diese WCs schon häufiger in Badezimmern, in Deutschland erst 1-2 Prozent – Tendenz steigend.

    VDS/Grohe
  • Mit Wasser gewaschen hat man sich auch schon seit der Antike. adeszenerie aus dem alten Rom.

    http://www.imago-images.de/Jose Peral
  • Einige tausend Jahre später: gebadet wird auch mal draußen im Zuber. Die heutigen Designbadewannen zitieren diese einfachen Formen. Hier ein Kind in Deutschland um 1950.

    imago stock&people
  • Die Badewanne: Schon immer Ort der Reinigung und der Schönheitspflege.

    Picture Alliance/Everett Collection
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