Nach Wunsch des verstorbenen Modedesigners Karl Lagerfeld soll es keine Trauerfeier für ihn geben. Stattdessen soll sein Leichnam eingeäschert und seine Asche mit anderen vermischt werden.
Karl Lagerfeld wünschte sich einer Feuerbestattung.
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Ein Wollmantel war es, der die große Karriere von Karl Lagerfeld startete. 1955 gewann er den Preis des Internationalen Wollsekretariats. Pierre Balmain, der den Mantel produzierte, engagierte Lagerfeld daraufhin als Assistent. Auf diesem Foto sieht man den Modeschöpfer 1973 umgeben von Models.
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Lagerfeld Ende der Siebzigerjahre am Zeichentisch. Der Hamburger hat mehr als ein halbes Jahrhundert die Mode mitbestimmt. Mitte der Fünfzigerjahre begann er in Paris große Couture-Häuser wie Balmain, Patou, Chloé oder Fendi zum Erfolg zu führen.
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Er habe sich schon immer für Kleider interessiert, ohne zu wissen, dass man das Mode nenne, sagte Lagerfeld einmal in einem seiner zahlreichen Interviews. Als Kreativdirektor übernahm er 1983 Chanel. Hier sieht man ihn vor seiner ersten Modenschau für das Traditionshaus.
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Der deutsche Modeschöpfer mischte die traditionsreiche Luxusmarke kräftig auf. Die typischen Tweedstoff-Jacken peppte er mit Bändern und Fransen neu auf, Haute-Couture-Kleider kombinierte er mit Sportschuhen. Treu blieb er dem klassischen Cocktailkleid und dem rosa Kostüm. Hier sieht man den stets schwarz gekleideten Designer vor seiner berühmten Muse Claudia Schiffer 1995.
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Er prägte die Ära der Supermodels in den Neunzigerjahren. Auf dem Foto flankieren ihn zwei dieser international bekannten Models: Linda Evangelista (links) und Naomi Campbell. Der Fächer war ein typisches Accessoire Karl Lagerfelds.
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Der Wahlpariser hinterlässt ein Modeimperium, dessen Wert auf mehrere Millionen Euro geschätzt wird. Seine Mode war elegant, minimalistisch und fantasievoll. Hier sieht man ihn bei einer Modenschau 2005.
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Musen hatte Lagerfeld einige, doch die berühmteste war das deutsche Model Claudia Schiffer. Hier steht sie neben ihm bei der Verleihung des „Elle Fashion Star“ 2008.
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Auf Du und Du mit den Mächtigen der Modebranche: Karl Lagerfeld und „Vogue“-Chefin Anna Wintour 2005.
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Legendär waren Lagerfelds Aussprüche, die er gerne in Interviews oder in Talkshows los lies. Hier sitzt er in der Sendung „Wetten, dass...?“ neben Moderator Markus Lanz (links) und Komiker Bülent Ceylan 2012. Über seine Haut sagte er zum Beispiel: „Ich gehe nicht mehr in die Sonne. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich will nicht aussehen wie eine alte Schildkröte.“
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Über seine Ausbildung sagte der Besitzer von angeblich 300 000 Büchern: „Ich habe ja im Grunde nie etwas gelernt. Ich habe nicht einmal Abitur gemacht und nix.“ Vernichtend war das Urteil des Modezaren über Freizeitkleidung: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“
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Seine Urteile konnten vernichtend sein. Über Heidi Klum sagte Lagerfeld einmal: „Ich kenne sie nicht. Claudia Schiffer kennt die auch nicht. Die war nie in Paris, die kennen wir nicht.“ Mit der britischen Modedesignerin Victoria Beckham (Foto von 2013) hatte er einen guten Draht.
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Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy zeichnete Karl Lagerfeld 2010 im Elysée-Palast in Paris mit den Insignien des Kommandeurs der Ehrenlegion aus..
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Die Chanel-Schauen wurden im Laufe der Zeit immer abgefahrener, wie hier bei der Chanel-Präsentation der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2015 in Paris.
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Auch in der Elbphilharmonie in Hamburg hat Lagerfeld 2017 eine Schau inszeniert – als Hommage an seine Heimatstadt.
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Frankreichs Presse nannte den Sohn des Hamburger „Glücksklee“-Kondensmilch-Fabrikanten Otto Lagerfeld wegen seiner rastlosen Kreativität auch „König der Maßlosigkeit“ oder „Karl den Großen“. Hier sieht man ihn während einem seiner letzten offiziellen Termine im November vergangenen Jahres.
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Schwarze Sonnenbrille, weißer Mozartzopf, steifer Vatermörderkragen und Ringe an jedem Finger: So kannte Lagerfeld die ganze Welt. Sein Stil und seine Persönlichkeit werden in Erinnerung bleiben.
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Paris - Für den verstorbenen Modedesigner Karl Lagerfeld soll es nach seinem eigenen Wunsch keine Trauerfeier geben. „Seine Wünsche werden respektiert“, sagte eine Sprecherin von Lagerfelds Marke Karl Lagerfeld am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Der „Modezar“, der einmal das Bonmot prägte, lieber sterben zu wollen, als beerdigt zu werden, hatte wiederholt den Wunsch geäußert, eingeäschert zu werden.
Asche soll vermischt werden
Die französische Zeitung „Le Monde“ erinnerte am Mittwoch an Lagerfelds Äußerungen, dass seine Asche der seiner Mutter und der von Jacques de Bascher hinzugefügt werden solle. De Bascher war bis zu seinem Aids-Tod im Jahr 1989 Lagerfelds Lebensgefährte. Die Asche der Verstorbenen ist an einem „geheim gehaltenen Ort“, hatte Lagerfeld der Biografin de Baschers anvertraut. „Eines Tages wird man meine hinzufügen“. Die Biografie Jacques de Bascher - Dandy de l’ombre„ erschien 2017.
Ähnlich hatte sich Lagerfeld im April vergangenen Jahre im Modemagazin “Numéro„ geäußert. Bereits 2015 hatte er im französischen Fernsehen seine Abscheu vor Beerdigungen gezeigt: “Ich finde das schrecklich. Ich möchte einfach verschwinden wie die Urwald-Tiere.„ Der gebürtige Hamburger, einer der berühmtesten Modeschöpfer der Welt, war im Alter von 85 Jahren gestorben, wie das französische Modehaus Chanel am Dienstag bestätigte.