Techniker sterben in Antarktis-Forschungsstation: Tod im ewigen Eis

Die McMurdo-Station auf der Hub-Point-Halbinsel im Süden der Antarktis: Hier ereignete sich das Unglück, bei dem aus bisher ungeklärten Gründen zwei Menschen starben.
Wikipedia commons/Ralph Maestas, National Science FoundationLos Angeles - Zwei Techniker einer US-Forschungsstation in der Antarktis sind bei einem Zwischenfall in einem Generatorengebäude ums Leben gekommen. Sie hätten Wartungsarbeiten am Feuerschutzsystem des Gebäudes ausgeführt, teilte die amerikanische Wissenschaftsstiftung National Science Foundation (NSF) am Mittwoch (Ortszeit) auf ihrer Webseite mit.
Größte Forschungsstation in der Antarktis
Demnach hatte ein Hubschrauberpilot im Vorbeifliegen Rauch aus dem Gebäude aufsteigen sehen und war gelandet, um der Sache nachzugehen. Er fand die beiden Techniker bewusstlos am Boden liegend. Ein Rettungsteam erklärte einen der beiden noch am Unfallort für tot, der zweite Techniker starb später im Krankenhaus der McMurdo-Station, die sich an der Südküste der Antarktis befindet. Der Vorfall werde noch untersucht. Angaben zur Unglücksursache gab es zunächst nicht.
Die McMurdo-Station ist laut ihrer Webseite die größte Forschungsstation in der Antarktis. Die ganzjährig genutzte Einrichtung wurde 1955 bis 1958 auf der Ross-Insel an der Küste des McMurdo-Sunds für das Internationale Geophysikalische Jahr errichtet und besteht aus mehr als 85 Gebäuden.Dort leben und arbeiten in Stoßzeiten bis zu 1000 Menschen. Geforscht wird dort unter anderem in den Bereichen Biologie, Geologie, Geophysik und Klima.