Taifun „Dujuan“ (Karte): Japan-Flüge gestrichen – Erdrutsch- und Überschwemmungsgefahr

In Oamishirasato in der Präfektur Chiba im Osten Japans wurde ein Ramen-Restaurant überschwemmt, nachdem es im Zuge des herannahenden Taifuns Dujuan zu starken Regenfällen gekommen war.
kyodo/dpa- Taifun Dujuan nähert sich Tokio – Hunderte Flüge gestrichen, Bahn teils eingestellt.
- Mehr als 4.000 Haushalte in Chiba ohne Strom, Behörden warnen vor Extremregen.
- Erhöhte Gefahr durch lineare Regenbänder: Sturzfluten und Erdrutsche möglich.
- Japan Airlines strich 135 Flüge, All Nippon Airways 140 Inlandsflüge.
- Tokyo Game Show endete früher, Events wie Festival und Baseballspiel fielen aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Taifun „Dujuan“ hat sich am Montag auf die Region Tokio zubewegt und zur Streichung von mindestens 275 Flügen in Japan geführt. Mehr als 4.000 Haushalte in Chiba nahe der japanischen Hauptstadt waren ohne Strom. Die japanische Wetterbehörde und die örtlichen Behörden warnten die Menschen in der Gegend vor starkem Regen und Erdrutschen. Besonders besorgniserregend ist die erhöhte Gefahr von Erdrutschen und Sturzfluten, vor allem durch sogenannte „lineare Regenbänder", die sich laut Wetterwarnung über der Kanto-Region und Zentraljapan bilden könnten. Diese Bänder können stundenlang extreme Regenmengen auf engem Raum entladen und haben in Japan in den vergangenen Jahren zunehmend verheerende Folgen gezeigt.
Tausende Haushalte in der Präfektur Chiba sind bereits ohne Strom, und die Behörden haben die Bevölkerung aufgefordert, sichere Orte aufzusuchen und auf unnötige Reisen zu verzichten. Der Taifun hat zudem den Alltag erheblich beeinträchtigt: Der Eisenbahnverkehr wurde teilweise eingestellt und Veranstaltungen wie die Tokyo Game Show sowie die Reitsportwettbewerbe der Asienspiele in der Präfektur Aichi mussten verschoben oder abgesagt werden.

Auch auf den Philippinen sorgte der Taifun „Dujuan“ für Chaos.
IMAGO/Marc Dominic RostrataTaifun „Dujuan“ erreicht Japan
Bereits am Sonntag hatte die Wetterbehörde vor Rekordregen und heftigem Wind gewarnt. Die Niederschlagsmenge könnte bis Dienstag den Durchschnittswert für den gesamten Monat September übersteigen, erklärte die Behörde.
Zuletzt lag der Wirbelsturm etwa 110 Kilometer von der Insel Hachijojima im Pazifik entfernt. Der Wind erreichte Geschwindigkeiten von 144 Kilometern pro Stunde. Japan Airlines strich 120 Inlands- und 15 Auslandsflüge; All Nippon Airways strich 140 Inlandsflüge. In Tokio und den umliegenden Regionen wurde auf einigen Strecken der Bahnbetrieb eingestellt.
Die Tokyo Game Show, eine der weltweit größten Videospiel-Messen, schloss einen Tag früher als geplant ihre Tore. Ein Freiluft-Musikfestival und ein Baseballspiel wurden abgesagt.