Strom-Sabotage: Neue Abschussvorrichtungen entdeckt

RWE-Kraftwerk in Eschweiler: In der Nähe von Hochspannungsleitungen in Nordrhein-Westfalen sind neue Abschussvorrichtungen gefunden worden.
Christoph Reichwein/dpa- Nach Sabotageversuchen am Stromnetz fanden Ermittler neue Abschussvorrichtungen in NRW.
- Entdeckt wurden sie nahe Hochspannungsleitungen, teilte die Kölner Polizei am Montag mit.
- In Eschweiler sperrte die Polizei weiträumig – auch die A4 zwischen Eschweiler-Ost und Langerwehe.
- Es gab Hinweise auf eine verdächtige Person beim Kraftwerk Weisweiler nahe Aachen.
- Gesucht wird ein 48-Jähriger, der mit Selbstbau-Raketen Kurzschlüsse über Leitungen auslösen wollte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach einer Serie von versuchten Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz sind in der Nähe von Hochspannungsleitungen in Nordrhein-Westfalen neue Abschussvorrichtungen gefunden worden. Sie seien am Montag entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. Es habe am Nachmittag Hinweise auf eine verdächtige Person im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler in der Nähe von Aachen gegeben.
Die Polizei hat das Gebiet nach eigenen Angaben weiträumig abgesperrt. Wegen der laufenden Fahndung sei die Bundesautobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Eschweiler-Ost und Langerwehe zudem in beide Richtungen gesperrt worden, hieß es.
Polizei bittet Zeugen um Hinweise
Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden. „Wer hat heute Beobachtungen, die mit dem Aufstellen von Abschussrampen in Verbindung stehen könnten, gemacht?“ und „Wer verfügt über Kameraaufnahmen aus dem Bereich (zum Beispiel Wildkameras)?“ hieß es in einem entsprechenden Aufruf.
Nach einer Serie von Sabotage-Aktionen in mehreren Bundesländern wird nach einem 48-Jährigen gesucht. Er soll an mehreren Orten versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über die Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen.