Schnee im September: Alpenverein warnt vor Bergtouren in Österreich – Alpenpässe könnten gesperrt werden

Laut dem Deutschen Wetterdienst könnte es am Freitag auf über 1500 Metern Höhe schneien. (Symbolbild)
IMAGO/Bernd März/IMAGO/Bernd MärzKaum zu glauben, dass der September eben erst begonnen hat, wenn man die aktuellen Wettervorhersagen für einige Teile Österreichs betrachtet. In den kommenden Tagen werden besonders in den Ostalpen erhebliche Schneemengen erwartet – mehr als ein Meter Schnee ist möglich.
Laut dem Deutschen Wetterdienst könnte es am Freitag auf über 1500 Metern Höhe schneien. Österreichs staatlicher Wetterdienst Geosphere Austria rief bereits eine Regen-, Schnee- und Windwarnung von Donnerstag bis Anfang kommender Woche aus.
Mehr als ein Meter Schnee
Meteorologen erwarten 100 bis 150 Zentimeter Neuschnee in hohen Gebirgslagen. Droht damit das erste Schneechaos der Saison? Laut dem Alpenverein sind solche Kaltwetterlagen im September nicht ungewöhnlich. Dennoch warnt der Verein vor Bergtouren in Österreich.
„Bei der aktuellen Wettervorhersage hat man im Hochgebirge am kommenden Wochenende nichts verloren“, sagt Gerhard Mössmer, Bergsportexperte des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Auch andere Experten raten von anspruchsvollen Wanderungen in Österreichs Bergen ab.
Denn bereits kleine Schneemengen könnten dazu führen, dass Markierungen und die dazugehörigen Wanderwege schwer erkennbar werden. Außerdem erklärt Mössmer: „Vereisungen könnten einfache Routen rasch in schwierige Passagen verwandeln“.
Die wichtigsten Alpenpässe in Tirol
Schnee und Verkehrsbehinderungen
Spätestens ab Freitagabend erwarten Experten in den Hochlagen der Alpen starken Schneefall. Deshalb sei es gut möglich, dass sämtliche Alpenpässe gesperrt werden und es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen kann. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen und Straßen blockieren.
Durch den frühen Wintereinbruch werden große Teile des Neuschnees schnell schmelzen – die Hochwassergefahr kann durch das Tauwetter ansteigen. Zudem drohen durch den nassen Schnee auch Lawinenabgänge.