Lebensmittelwarnung: Reis-Rückruf wegen illegaler Zutaten - auch Erdnüsse betroffen

Der Rückruf betrifft auch einen Reis-Getreide-Mix (Symbolbild).
ZCOOL HelloRF / shutterstock.comBetroffen sind ein Reis-Getreide-Mix, der in Filialen der Kette „go asia“ verkauft wurde, sowie Snacknüsse der Marke "ültje" des Herstellers Intersnack. Beide Unternehmen reagieren vorsorglich, aber aus unterschiedlichen Gründen.
Reis-Getreide-Mix bei go asia: Nicht zugelassene Inhaltsstoffe entdeckt
Der Asiastore „go asia“ ruft einen Reis-Getreide-Mix (350 g) zurück. Nach Angaben der Lebensmittelaufsicht wurden darin Hiobstränen und Stachelseerose nachgewiesen. Dabei handelt es sich um Zutaten, die als neuartige Lebensmittel gelten und in der EU derzeit nicht zugelassen sind.
Neuartige Lebensmittel müssen vor dem Verkauf ein spezielles Zulassungsverfahren durchlaufen. Liegt diese Genehmigung nicht vor, darf das Produkt nicht in den Verkehr gebracht werden. Der Rückruf erfolgt deshalb im Sinne des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes.
Was Kunden jetzt tun sollten
Rückruf bei ültje: Erdnüsse könnten unerwartet Milch enthalten
Auch der Snackhersteller Intersnack hat einen Rückruf gestartet. Betroffen sind bestimmte Chargen der ültje Erdnüsse pikant gewürzt (180-g-Dose). Bei der Abfüllung kam es zu einem Fehler: In einigen Dosen wurden versehentlich zusätzlich Cashewnüsse mit milchhaltigem Seasoning abgefüllt, obwohl Milch auf der Verpackung nicht als Zutat angegeben ist.
Für Menschen mit Milchallergie oder -unverträglichkeit kann der Verzehr des Produkts daher zu Problemen führen. Für alle anderen Personen gilt die Ware nach Angaben des Unternehmens als unbedenklich.
Die betroffene Ware wurde nur innerhalb weniger Minuten produziert. Das größere angegebene Zeitfenster soll mögliche zeitliche Unschärfen abdecken und sicherstellen, dass alle relevanten Dosen erfasst werden.
So erhalten Betroffene Ersatz
Kunden, die eine der betroffenen Dosen gekauft haben, sollten diese nicht verzehren, wenn eine Milchallergie oder -unverträglichkeit vorliegt. Das Unternehmen bietet an, die Ware zu ersetzen. Dafür können sich Betroffene über das Kontaktformular auf der ültje-Website mit einem Foto des Dosenbodens melden.
Intersnack bedauert den Vorfall und entschuldigt sich für mögliche Unannehmlichkeiten.
