Papst Benedikt XVI. ist tot
: Wie das „Habemus Papam“ im deutschen TV übertragen wurde

Papst Benedikt XVI. ist tot. In Erinnerung bleibt vielen Deutschen vor allem der Moment, als Joseph Ratzinger vor den Augen der Welt zum Kirchenoberhaupt ernannt wurde. Wir erinnern an ein historisches TV-Ereignis.
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cpa/epd
Stuttgart
  • „Habemus Papam“ – der Moment am 19. April 2005.

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  • Der frühere Regensburger Domkapellmeister Georg Ratzinger (l.) steht im Januar 2004 zu seinem 80. Geburtstag in Regensburg neben seinem Bruder, Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. Beide waren damals bereits seit 65 Jahren katholische Priester.

    dpa/Armin Weigel
  • Die „Bild“-Zeitung titelte 2005 nach der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst Benedikt XVI.: „Wir sind Papst!“

    Michael Steinert
  • Papst Benedikt XVI. nahm im Mai 2006 auf den Blonie-Wiesen von Krakau an einer Begegnung mit einer halben Million Jugendlichen teil. Dabei rief der 79-jährige Kirchenführer zu einem lebendigen Glauben auf.

    dpa
  • Papst Benedikt XVI. segnet im Jahr 2006 bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz im Vatikan in Rom die Gläubigen.

    dpa/A1809 epa ansa Giuseppe Giglia
  • Papst Benedikt XVI. (r) umarmt auf dem Münchner Marienplatz an der Mariensäule den Kardinal und Erzbischof von München und Freising Friedrich Wetter.

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  • Papst Benedikt XVI. begrüßt den britischen Astrophysiker Stephen Hawking im Oktober 2008 zu einer Audienz in Vatikanstaat.

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  • Papst Benedikt XVI. im Oktober 2010 bei einer seiner wöchentlichen Audienzen auf dem Petersplatz

    dpa/Ettore Ferrari
  • Papst Benedikt XVI. steht bei der Messe zur Seligsprechung von Johannes Paul II. im Mai 2011 auf dem Petersplatz im Vatikan in Rom.

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  • Georg Gänswein (r.), Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., assistiert dem katholischen Kirchenoberhaupt im Juni 2011 bei einer Rede des Papstes im Nationaltheater in Zagreb in Kroatien.

    dpa/Michael Kappeler
  • Papst Benedikt XVI. wird im September 2011 bei der Ankunft am Flughafen Lahr vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann empfangen – dahinter Winfried Kretschmanns Frau Gerlinde.

    dpa/Marijan Murat
  • Auf dem Flughafen Lahr im Schwarzwald trifft Papst Benedikt XVI. im September 2011 vor seinem Rückflug nach Rom Bundespräsident Christian Wulff.

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  • Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch auf Schloss Bellevue in Berlin

    Imago/Sven Simonvia
  • Papst Benedikt XVI. segnet beim Gottesdienst an Karfreitag 2012 im Kolosseum in Rom die Gläubigen. Damals war der deutsche Papst bereits seit sieben Jahren im Amt.

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  • Papst Benedikt XVI. bei einem bayerischen Festabend im Jahr 2012 in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo

    epd/Romano Siciliani
  • Der damalige Daimler-Chef Dieter Zetsche übergibt im Dezember 2012 das von Daimler gefertigte Papamobil in Rom an Papst Benedikt XVI.

    Daimler AG
  • Der damals noch amtierende Papst Benedikt XVI. fährt im Februar 2013 im Papamobil nach der Generalaudienz vom Petersplatz ab.

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  • Papst Benedikt XVI. grüßt, umringt von Kameras, am 27.2.2013 im Vatikan in Rom bei der letzten Generalaudienz auf den Petersplatz die Gläubigen.

    dpa/Michael Kappeler
  • Papst Benedikt XVI. geht am 27.2.2013 im Vatikan in Rom nach der letzen Generalaudienz auf den Petersplatz vom Podium. Tausende Gläubige haben sich vor dem Petersdom versammelt, um den Pontifex zu verabschieden.

    dpa/Michael Kappeler
  • Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (l.) und sein Bruder Georg Ratzinger sitzen 2017 vor dem Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten im Vatikan.

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  • Papst Franziskus (l) und der emeritierte Papst Benedikt XVI. unterhalten sich im Kloster Mater Ecclesiae. Benedikt hatte sich damals aus dem Ruhestand erneut zu einem heiklen Thema in der katholischen Kirche zu Wort gemeldet und sich gegen eine Aufweichung des Zölibats ausgesprochen.

    dpa/-
  • Der emeritierte Papst Benedikt XVI. kommt nach seinem Besuch in der Heimat zu seinem Rückflug in den Vatikan am Flughafen München an.

    dpa/Sven Hoppe
  • Der emeritierte Papst Benedikt XVI. winkt am Flughafen München den Menschen zu.

    dpa/Sven Hoppe
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Als Joseph Ratzinger am 19. April 2005 mit 78 Jahren zum Papst gewählt wurde, waren das Erstaunen und der Jubel in seiner Heimat groß. Ausgerechnet auf Johannes Paul II. aus Polen folgte nur 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ein Papst aus Deutschland. Zuletzt hatte im 16. Jahrhundert ein Deutscher auf dem Heiligen Stuhl gesessen.

Eben jener 19. April 2005 ist vielen Menschen hierzulande besonders in Erinnerung – war der Moment der Verkündung „Habemus Papam“ („Wir haben einen Papst“) doch ein historischer Augenblick von großer Tragweite. Viele hatten bis dato noch nicht erlebt, wie es ist, wenn ein Papst stirbt und im Vatikan das Konklave in der Sixtinischen Kapelle den Nachfolger ermittelt. So lange, bis aus dem Schornstein endlich weißer Rauch aufsteigt und somit klar ist: Die Katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt.

Als am frühen Abend des 19. April 2005 dieser Moment gekommen war, schien die Welt für einige Augenblicke stillzustehen. Tausende Menschen waren vor den Petersdom in Rom gepilgert, um die Verkündung live vor Ort mitzuerleben. Und in Deutschland saßen Millionen vor ihren TV-Bildschirmen, als es endlich soweit war. So wurde das „Habemus Papam“ im ZDF übertragen:

Nun ist Papst Benedikt XVI. im Alter von 95 Jahren gestorben. Doch der Moment seiner Ernennung wird vielen Fernsehzuschauern gewiss noch lange in Erinnerung bleiben.