Nordrhein-Westfalen: Justizbeamte sollen Häftlinge mit Drogen versorgt haben

Blick auf die Justizvollzugsanstalt Rheinbach. Die Polizei durchsucht seit dem Morgen Räume der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rheinbach sowie Wohnungen in NRW und Rheinland-Pfalz.
Thomas Banneyer/dpa- Polizei ermittelt in NRW gegen acht Justizbeamte wegen Schmuggel von Handys und Drogen.
- Durchsuchungen in acht Wohnungen in NRW und Rheinland-Pfalz sowie in der JVA Rheinbach.
- Verdächtig sind fünf Männer und drei Frauen zwischen 28 und 59 Jahren aus der JVA.
- Ermittlungen betreffen auch aktuelle und ehemalige Gefangene, Auslöser waren Anzeigen der Leitung.
- Fall in JVA Euskirchen im Mai erwähnt – laut Polizei ohne Bezug zu den neuen Durchsuchungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weil sie Häftlinge gegen Bezahlung mit Handys und Drogen versorgt haben sollen, ermittelt die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen acht Justizbeamte. Ermittelt wird auch gegen aktuelle und ehemalige Gefangene, wie die Polizei in Bonn am Dienstag mitteilte. Acht Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die Justizvollzugsanstalt (JVA) Rheinbach wurden am Dienstag durchsucht. Die Ermittlungen waren durch Anzeigen der Gefängnisleitung ins Rollen gekommen.
Als verdächtig gelten fünf Männer und drei Frauen zwischen 28 und 59 Jahren, die in dem Gefängnis arbeiten. Sie sollen die verbotenen Gegenstände in die JVA gebracht und gegen Geld an Gefangene gegeben haben.
Erst im Mai war es zu Ermittlungen wegen ähnlicher Vorwürfe in der JVA Euskirchen gekommen. Dabei sollen Justizbeamte Gefangenen gegen Geld Hafterleichterungen gewährt haben. Die Ermittlungen in diesem Komplex haben nach Angaben der Polizei vom Donnerstag jedoch nichts mit den neuen Durchsuchungen zu tun.