Naturkatatstrophe auf dem Balkan: 14 Tote bei Erdrutschen und Hochwasser in Bosnien-Herzegowina

Jablanica: Blick auf eine überflutete Moschee.
AP/dpa/Armin DurgutIn Bosnien-Herzegowina sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete ein Sprecher der Kantonsregierung Herzegowina-Neretva in Mostar nach Angaben des bosnischen Portals „klix.ba“. Zahlreiche Bewohner werden demnach noch vermisst.
Region um Mostar besonders betroffen
Betroffen ist vor allem das bergige Gebiet etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt Mostar. Nach Starkregen waren mehrere Flüsse über die Ufer getreten. So habe es im Ort Jablanica eine Schlammlawine gegeben, viele Häuser seien betroffen. Dort sei «nur noch das Minarett der Moschee» zu sehen, berichtete „klix.ba“ weiter.
Orte von Außenwelt isoliert
Stundenlang sei Jablanica völlig isoliert gewesen, bis es den Katastrophenschützern gelang, vorzudringen. Landstraßen in der Nähe sind nicht mehr zu passieren, das Wasser spülte die Erde unter Eisenbahnschienen weg. In mehreren Orten brachten Katastrophenschützer Menschen mit Booten in Sicherheit.
Bilder den Überschwemmungen in Bosnien

Zerstörung, wohin man nur schaut.
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Luke: Überschwemmte Häuser nach starkem Regen im Dorf Luke
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Geröllmassen versperren den Verkehr.
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Der Fluss hat inzwischen das Niveau der Landstraße bei Jablanica erreicht.
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Ein durch einen Erdrutsch zerstörtes Restaurant in Jablanica.
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Luke: Überschwemmte Häuser nach starkem Regen im Dorf Luke in der Nähe der bosnischen Stadt Fojnica, 50 km westlich von Sarajevo.
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Dieser Lkw ist von den Geröllmassen eingeschlossen, die Fernstraße ist zerstört.
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Jablanica: Such- und Rettungsteams suchen nach Menschen in den überfluteten Häusern.
Foto: AP/Armin Durgut„Ich kann mich seit dem Krieg nicht an eine solche Krise erinnern. Das Ausmaß dieser chaotischen Situation ist erschreckend“, erklärte der Sprecher des Kantons und verwies auf den Bosnien-Krieg von 1992 bis 1995. Für das Wochenende seien die Hochwasserprognosen schlecht. „Die Lage bleibt sehr ernst.“