Milka nimmt Pasteten-Ei aus Sortiment: Nachruf auf sechs köstliche Schichten

Bis vor Kurzem war das Pasteten-Ei noch auf der Milka-Website aufgelistet
ScreenshotWer da draußen sucht auch schon seit Wochen die Oster-Regale in sämtlichen Supermärkten ab? Auf der Suche nach diesem stolze 175 Gramm schweren lila Ei, gefüllt mit Schichten aus Marzipan, Kakao- und Haselnusscreme? Schlechte Nachrichten: Das Pasteten-Ei von Milka existiert nicht mehr!
Gleich vorweg: Wir wollen hier keine Marken-PR machen. Geht ja auch nicht mehr - denn das Objekt unserer Begierde ist aus den Regalen verschwunden. Wir wollten es lange nicht glauben - und wir, das sind mehr als gedacht, wie sich aus beiläufigen Gesprächen auf den Redaktionsgängen herauskristallisierte. Zuerst hofften Fans und Bewunderer, es handele sich um ein Missverständnis. Vielleicht wurde Stuttgart bei der Auslieferungen des kleinen, feinen Osterschmankerls vergessen, oder sollte besonders lange hingehalten werden, auf dass sich die Vorfreude noch weiter steigere. Hilferufe in andere Regionen des Landes ergaben allerdings, dass auch anderswo die Regale zwar unter der Osterschoki-Last zu bersten drohen, das Pasteten-Ei nichtsdestotrotz nirgendwo gesichtet werden konnte.
Was also tun? Erstmal googlen. Da finden sich zunächst einmal Bilder vom vermissten Ei, frontal und im Querschnitt (seufz). Und siehe da, Links auf sämtliche Online-Verkaufsplattformen führen zu der Behauptung, man könne das Ding ganz einfach nach Hause bestellen. Zwei-, dreimal durchgeklickt, landen wir jedoch immer bei derselben Ansage: Zurzeit nicht verfügbar. Auf der Homepage des Herstellers schließlich finden sich zwar idyllische Bergwiesen und eine schier unendliche Palette zartschmelzender Produkte. Doch, wir ahnten es schon: kein Pasteten-Ei.
Das Pasteten-Ei ist wohl schlicht aus der Mode gekommen
Schließlich wenden wir uns mit einer bangen Nachfrage an das Unternehmen selbst. Und erhalten alsbald Antwort von einer freundlichen Dame: "Leider muss ich Ihnen sagen, dass das Pasteten-Ei dieses Jahr nicht Bestandteil des Saisonsortiments ist." Ächz. Begründet wird dies mit dem Innovationsdruck, der auf den Schoko-Machern lastet: Das Pasteten-Ei ist wohl schlicht aus der Mode gekommen.
Stattdessen will man uns, noch im Trauerschock begriffen, gleich mit Ersatzprodukten über den Verlust hinwegtrösten: Man könne ja mal das sogenannte Löffelei (gefüllt mit Haselnuss-, Milch- oder Kakaocreme) ausprobieren? Oder wenn es gerade die Kombination Alpenmilch-Schokolade mit knusprigen Innenleben sein solle, vielleicht alternativ die Eier mit Oreo- oder Daim-Zusatz?
Oh nein, das hättet ihr wohl gerne. Wir leben diese Ostern lieber gesund und bauen auf ein kleines Detail, das uns Hoffnung gibt: Dass das Pasteten-Ei DIESES JAHR nicht Bestandteil des Sortiments ist. Mode hin oder her - manches lässt sich eben nicht ersetzen.