Kampf gegen die Krankheit
: Ebola im Kongo: 160 Infektionen bei medizinischem Personal

Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und eine Liquiditätskrise verschärfen die Lage im Kampf gegen Ebola. Warum geraten Helfer ins Visier?
Von
red/dpa
Bunia/Genf
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Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens besprüht einen Kollegen mit Desinfektionsmittel.

Dieudonne Dirole/AP/dpa
  • Ebola-Ausbruch im Kongo: 160 Infektionen bei medizinischem Personal, 43 Todesfälle.
  • Insgesamt seit Mai 5290 Infektionen registriert, 2516 Menschen sind gestorben.
  • Krankheit breitet sich weiter aus, laut UN-Koordinator wird deutlich mehr Geld benötigt.
  • Gesperrter Flughafen in Bunia führt zu Liquiditätskrise – Löhne sind schwer auszuzahlen.
  • 266 Angriffe in sechs Monaten auf Einrichtungen und Personal, Angst und Frust schüren Gewalt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat es bereits rund 160 Infektionen bei medizinischem Personal gegeben. 43 Menschen davon sind gestorben. Das berichtet Julien Harneis, der Ebola-Koordinator der Vereinten Nationen in Bunia, der Hauptstadt der am stärksten betroffenen Provinz Ituri. 

Insgesamt sind nach Angaben der Behörden seit Bekanntwerden des Ausbruchs im Mai 5290 Infektionen registriert worden, 2516 Menschen sind gestorben.

Die lebensgefährliche Krankheit breite sich nach wie vor weiter aus, sagte Harneis. Es sei viel mehr Geld nötig, um die Kapazitäten zur Bekämpfung zu erhöhen. 

Schwierige Bezahlung, ständig Angriffe 

Dadurch, dass der Flughafen in Bunia für den kommerziellen Verkehr gesperrt ist, gebe es bei den Banken eine Liquiditätskrise, sagte Harneis. Es sei deshalb schwierig, die Menschen zu bezahlen, die unter anderem für die Betreuung der Kontakte von Infizierten nötig sind. Das führe zu erheblichem Unmut. Angesichts der prekären Sicherheitslage sei es aber auch nicht möglich, große Bargeldbeträge aus der Hauptstadt mit Autos nach Bunia zu bringen.

Nach Angaben von Harneis wurden im Kongo in den vergangenen sechs Monaten 266 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und -mitarbeiter registriert. Die Menschen seien nach Jahren des Lebens in einer Unruheregion mit Kämpfen und Vertreibungen und angesichts der unheimlichen Krankheit verängstigt und desillusioniert, deshalb könne sich der Frust manchmal auch gegen Krankenwagen oder Gesundheitspersonal richten.