Im niedersächsischen Buchholz: Flüchtlingsunterkunft brennt - ein Toter, Polizist verletzt

Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer. (Symbolbild)
dpa/Robert MichaelBei einem schweren Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Buchholz in der Nordheide ist ein Mensch gestorben und ein Polizist schwer verletzt worden. Der Beamte erlitt schwere Verbrennungen, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Zudem seien eine Polizistin und eine Mitarbeiterin der Unterkunft im Landkreis Harburg verletzt worden. Im Gebäude sei eine leblose Person gefunden worden - um wen es sich dabei handelt, sei noch nicht klar. Insgesamt seien 20 Menschen verletzt worden, teilte die Polizei mit.
Zunächst habe es am Vormittag „Hinweise auf eine Brandgefahr“ gegeben, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. „Wir haben den Hinweis auf eine zündelnde Person bekommen“, sagte ein Polizeisprecher. Zwei Beamte und zwei Mitarbeitende der Unterkunft hätten dann im Gebäude Benzingeruch wahrgenommen. Plötzlich sei es zu einer Explosion gekommen. Die Unterkunft geriet in Vollbrand.
Schwere Verbrennungen erlitten
Ein Beamter erlitt schwere Verbrennungen, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Ein Mitarbeiter der Unterkunft habe schwere Verbrennungen erlitten und auch eine Polizistin sei verletzt worden. Wie schwer, konnte der Feuerwehrsprecher zunächst nicht sagen.
In den Mittagsstunden seien rund 150 Einsatzkräfte zur Asylbewerberunterkunft an der Bremer Straße geeilt. „Unsere Priorität war die Menschenrettung, wir wussten nicht, wie viele Personen um die Zeit noch im Gebäude sind“, sagte der Feuerwehrsprecher. Alle Container seien durchsucht worden.
Feuer schnell unter Kontrolle
Die Verletzten - darunter auch Bewohnerinnen und Bewohner der provisorischen Wohneinheiten - wurden vor Ort versorgt und teilweise in umliegende Kliniken gefahren. Auch der schwer verletzte Polizeibeamte wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Das Feuer sei relativ schnell unter Kontrolle gebracht worden, sagte der Feuerwehrsprecher. Die Lösch- und Rettungsarbeiten wurden am Nachmittag abgeschlossen. Seelsorger waren im Einsatz.