Heißer Sommer: Letztes Sommerskigebiet der Alpen muss schließen

Ausblick aufs Stilfser Joch im Sommermodus.
Bauer/Bauer- Letztes Sommerskigebiet der Alpen schließt: Am Stilfser Joch steht der Skibetrieb still.
- Grund ist die Hitze: Die Nullgradgrenze liegt teils über viertausend Metern Höhe.
- Pisten bleiben vorübergehend zu, doch Bahnen und Sommerangebot sind geöffnet.
- Hintertux, Zermatt und Saas-Fee stoppten ebenfalls wegen Faulschnee und Spalten.
- Geplant ist eine Wiederaufnahme im Frühherbst, wenn Frost und Neuschnee zurückkehren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer sich über die weltberühmten achtundvierzig Kehren hinauf auf das Stilfser Joch schraubt, erreicht auf über zweitausendsiebenhundert Metern Höhe eines der traditionsreichsten Zentren des alpinen Hochgebirgstourismus. Die legendäre Passhöhe an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei unterhalb des mächtigen Ortler-Massivs galt seit Generationen als unerschütterliche Festung des Sommerskifahrens. Doch genau hier vollzieht sich nun ein historisches Ereignis: Das Stilfser Joch musste als allerletztes noch geöffnetes Sommerskigebiet der gesamten Alpen seinen Pistenbetrieb einstellen. Erstmals in der modernen Geschichte des Wintersports steht damit auf allen europäischen Gletschern der Skibetrieb still.
Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein endgültiges Aus der gesamten Infrastruktur, sondern um eine notwendige Sicherheitsmaßnahme. Die Seilbahnen und Bergbahnen bleiben für Wanderer, Ausflugsgäste und Bergsteiger weiterhin aktiv und befördern Gäste in die Gletscherwelt. Die Schließung der Skipisten ist ausdrücklich vorübergehend und beschränkt sich auf die aktuelle Phase in einem heißen Sommer. Sobald die Temperaturen im Frühherbst sinken und Frost sowie Neuschnee zurückkehren, soll der Pistenbetrieb wieder starten. Hotels, Höhenwanderwege, Aussichtsterrassen und Restaurants rund um das Joch bleiben für den regulären Sommertourismus uneingeschränkt geöffnet.

Auch am Matterhorn bei Zermatt taut es.
IMAGO/imageBROKER/Kim Petersen, via www.imago-images.deBedrohte Gletscher von Hintertux bis Zermatt
Die vorübergehende Schließung am Stilfser Joch markiert den Schlusspunkt einer Kettenreaktion auf den Alpengletschern in diesem Sommer:
- Hintertuxer Gletscher in Österreich: Die historische Garantie für Skisport an dreihundertfünfundsechzig Tagen im Jahr pausiert im Hochsommer.
- Zermatt in der Schweiz: Unter dem Matterhorn musste der Skibetrieb wegen extremer Wärmegrade und offener Gletscherspalten vorläufig gestoppt werden.
- Saas-Fee in der Schweiz: Nach warmen Nächten ohne Frost im Hochgebirge schlossen die Pisten auf über dreitausend Metern ebenfalls.
Die Gründe für die temporäre Zwangspause sind meteorologischer Natur. Eine anhaltend hohe Nullgradgrenze von teils über viertausend Metern führt dazu, dass die schützende Schneedecke auch nachts nicht mehr durchfriert. Der durchnässte Faulschnee kann schwere Pistenraupen nicht mehr tragen, Schmelzwasserströme unterhöhlen die Fahrbahnen, und verborgene Gletscherspalten brechen gefährlich auf. Für Profi-Trainingsgruppen wie auch für Hobbysportler war ein gefahrloser Betrieb schlicht nicht mehr zu gewährleisten.

