Haft für Lehrer verlängert
: Schülerin missbraucht und eigenes Baby vergewaltigt

Ein Kölner Lehrer muss länger ins Gefängnis als bisher gedacht: Er hat eine Schülerin während des Unterrichts missbraucht und sein eigenes Baby vergewaltigt. Es sind nicht seine einzigen Taten.
Von
red/dpa
Köln

Blick auf das Landgericht Köln. Weil er unter anderem eine Schülerin im Unterricht missbraucht und sein eigenes Baby vergewaltigt hat, ist die Haftstrafe gegen einen Kölner Physiklehrer am Landgericht verlängert worden (Symbolfoto)

Rolf Vennenbernd/dpa
  • Haftstrafe für Kölner Physiklehrer erhöht – nun fünf Jahre und drei Monate Haft.
  • BGH korrigierte Schuldspruch, da Taten nicht nur versucht, sondern vollzogen waren.
  • Missbrauch einer 16-Jährigen im Unterricht: per Fernbedienung Sexspielzeug aktiviert.
  • Online-Chats mit Kindern, Druck für Nacktbilder; nicht alle folgten seinen Forderungen.
  • Schwerste Tat nach Geburt seiner Tochter 2022: Vergewaltigung des Babys, Fotos erstellt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weil er unter anderem eine Schülerin im Unterricht missbraucht und sein eigenes Baby vergewaltigt hat, ist die Haftstrafe gegen einen Kölner Physiklehrer am Landgericht verlängert worden. Er muss für fünf Jahre und drei Monate in Haft, wie das Landgericht mitteilte. Zuerst hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet.

Die Haftstrafe lag zuvor bei drei Jahren und 10 Monaten und wurde im Dezember 2024 am Kölner Landgericht ausgesprochen, der Bundesgerichtshof hatte jedoch den Schuldspruch korrigiert, weil einzelne Taten lediglich als Versuche gewertet worden waren, tatsächlich aber vollzogen worden sind. Daher kam es zu einer Neuverhandlung, teilte das Landgericht mit.

Der Lehrer hatte die Verbrechen demnach noch während seiner Zeit als Vertretungslehrer an einem Gymnasium begangen. Er knüpfte zu einer damals 16-jährigen Schülerin eine sexuelle Beziehung und missbrauchte das Mädchen während einer laufenden Unterrichtsstunde, indem er ein per Fernbedienung gesteuertes Sexspielzeug aktivierte. Das Gericht wertete dies als sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen.

Chats mit Kindern, um an Nacktbilder zu kommen

Darüber hinaus soll der Mann in Online-Chats wiederholt Kontakt zu Kindern gesucht, sich als Gleichaltriger ausgegeben und Mädchen psychisch unter Druck gesetzt haben, um an Nacktaufnahmen zu gelangen. Nicht alle Kinder kamen seinen Forderungen nach. Die schwerste Tat beging er nach der Geburt seiner Tochter im Jahr 2022: Als das Baby elf Monate alt war, vergewaltigte er es und fertigte Fotos an. 

Die Ermittler waren dem Mann erst 2024 auf die Spur gekommen, nachdem ein Hinweis eingegangen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sein Lehramtsstudium nach wiederholtem Scheitern im Staatsexamen schließlich doch abgeschlossen und war als Studienrat tätig.

Nach einer Razzia und der Sicherstellung kinderpornografischen Materials wurde er in Untersuchungshaft genommen. Seinen Beamtenstatus wird er infolge der Verurteilung verlieren.