Flydubai
: Entführtes Flugzeug sicher am Boden – Todeskampf im Cockpit

Ein Pilot versucht offenbar, sich zu töten. Sein Copilot stoppt ihn – und rettet wohl 174 Menschen das Leben. Was sich an Bord von Flug FZ1073 abgespielt haben soll.
Von
Michael Maier
Tel Aviv
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Flugzeug flydubai Boeing 737 MAX 8, A6-FKA, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, VAE, 26.06.2026 *** flydubai Boeing 737 MAX 8 aircraft, A6 FKA, Dubai, United Arab Emirates, UAE, June 26, 2026 PUBLICATIONxNOTxINxSUI

Flydubai ist der staatliche Billigflieger des Emirats Dubai (Symbolbild).

IMAGO/Pius Koller
  • Kampf im Cockpit: Ein russischer Pilot wollte sich töten, der ukrainische Copilot stoppte ihn.
  • An Bord von Flydubai-Flug FZ1073 schrien Menschen; durch die kurz geöffnete Tür war Blut zu sehen.
  • Die Transponder sendeten 7700 und 7500, die Maschine sank schnell und landete in Tabuk.
  • Saudische Kräfte sicherten das Flugzeug, in Israel gab es eine Dringlichkeitssitzung – keine Entführung.
  • 174 Passagiere, darunter 27 Kinder, blieben unverletzt. Eine Ersatzmaschine wurde geschickt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein russischer Pilot versucht offenbar, sich selbst zu töten. Sein ukrainischer Copilot greift ein. Im Cockpit fließt Blut. 174 Passagiere, darunter 27 Kinder, wissen nicht, ob sie den nächsten Moment erleben werden. Israelische Kampfjets steigen auf. Und die Welt hält den Atem an. Diese dramatische Szenen sollen sich am Mittwochmorgen an Bord von Flydubai-Flug FZ1073 abgespielt haben, der um 7.05 Uhr in Dubai gestartet war und planmäßig gegen 9.30 Uhr in Tel Aviv landen sollte.

Anderthalb Stunden nach dem Start, über dem jordanischen Luftraum, hörten Passagiere Berichten zufolge plötzlich Schreie aus dem Cockpit. Als sich die Tür kurz öffnete, hätten Augenzeugen Blut gesehen.

Russe gegen Ukrainer im flydubai-Cockpit?

Laut mehreren Medienberichten hatte der Kapitän versucht, sich selbst zu töten – sein Copilot habe eingegriffen und das Schlimmste verhindert. Ob hinter dem Streit auch die Spannungen des russisch-ukrainischen Krieges steckten, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Bei X (ehemals Twitter) ist mutmaßlich ein Passagier mit blutbeschmiertem T-Shirt zu sehen. Die Maschine soll sich zeitweise im Sturzflug befunden haben. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtet inzwischen, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman. Dafür gab es zunächst aber noch keine offizielle Bestätigung. Zunächst hatte es geheißen, der Pilot sei russischer und der Copilot ukrainischer Herkunft.

Flugvorfall im Nahen Osten: Israelische Touristen steigen aus einem Flugzeug der Fluggesellschaft FlyDubai, das vom Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv gestartet war, auf dem Flughafen von Dubai aus. Ein Flugzeug auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Tel Aviv hat nach israelischen Medienberichten ein Notfallsignal gesendet. (zu dpa: «Flydubai-Notlandung: Verdacht auf versuchten Absturz»)

Flydubai-Maschine nach einer planmäßigen Ankunft in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Archiv/Symbolbild).

Malak Harb/AP/dpa

Transponder-Code für Flugzeugentführung

Die Transponder sendeten in der Zwischenzeit die Notfallcodes 7700 und 7500 – Letzterer steht für Entführung. Die Maschine drehte ab, sank in nur zwei Minuten um 17.400 Fuß und landete schließlich auf dem Militär- und Zivilflughafen Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens. Saudische Sicherheitskräfte umstellten das Flugzeug sofort. In Jerusalem beriefen Premierminister Netanjahu und Verteidigungsminister Katz eine Dringlichkeitssitzung ein. Kurz darauf die Entwarnung: keine Entführung im eigentlichen Sinn, alle Passagiere wohlauf.

Germanwings-Szenario bei flydubai?

Ein namentlich nicht bekannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter sagte dem TV-Sender N12 im Übrigen, es sei eine schwere Katastrophe verhindert worden.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Germanwings-Absturz vom März 2015 in den französischen Alpen, als Copilot Andreas Lubitz 150 Menschen absichtlich in den Tod riss. Diesmal konnte offenbar noch rechtzeitig eingegriffen werden, um eine ähnliche Katastrophe zu verhindern. Indes ist laut der Nachrichtenagentur dpa inzwischen von einem versuchten Terroranschlag die Rede.

Aktualisiert um 12.05 Uhr