DWD warnt vor Unwetter: Hagel bis 3 cm möglich

Im Laufe des Tages können sich immer wieder Gewitter bilden.
Christoph Reichwein/dpaDer Deutsche Wetterdienst warnt am Freitag, 31. Juli, vor einer gefährlichen Wetterlage in Deutschland. Eine Luftmassengrenze verläuft ungefähr über der Mitte des Landes und trennt heiße Luft im Südosten von deutlich kühleren Luftmassen im Norden. Am höchsten ist die Unwettergefahr voraussichtlich in Thüringen und Sachsen. Entlang dieser Grenze können sich im Tagesverlauf kräftige, vereinzelt auch schwere Gewitter entwickeln. Besonders betroffen sind voraussichtlich die Mitte und der Süden Deutschlands. Gleichzeitig besteht in der Südosthälfte eine starke Wärmebelastung. Die Wetterkarte zeigt, wo sich die Gewitter bilden:
Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter
Ab dem Nachmittag und Abend erwartet der Wetterdienst etwa südlich und südöstlich einer Linie von der Mosel bis zum Oderbruch einzelne kräftige Gewitter. Lokal können Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten.
Vereinzelt sind auch Unwetter möglich. Dann können innerhalb kurzer Zeit mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Zudem rechnet der DWD kleinräumig mit Hagel, dessen Körner einen Durchmesser von rund drei Zentimetern erreichen können.
Besonders gefährlich können die Windböen ausfallen. Bei schweren Gewittern sind schwere Sturm- bis Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 120 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen. Das größte Risiko für derart heftige Entwicklungen besteht nach Einschätzung des Wetterdienstes in Thüringen und Sachsen.
Gewitter ziehen am Nachmittag auf
Am Morgen ist es im Nordosten zunächst bewölkt, aber überwiegend trocken. Im Westen ziehen Wolken auf, während im Südwesten vereinzelt Schauer möglich sind. Im Osten und Südosten scheint dagegen zunächst länger die Sonne.
Im Nordwesten kommt am Vormittag schauerartiger Regen auf. Ab dem Mittag können sich dort auch einzelne Gewitter entwickeln. Dabei sind gebietsweise rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde oder etwa 30 Liter innerhalb mehrerer Stunden möglich.
In der Mitte und im Süden steigt die Gewittergefahr vor allem am Nachmittag deutlich an. Die kräftigsten Gewitter werden in einem Gebiet von Rheinland-Pfalz über die mittleren Bundesländer bis nach Südbrandenburg und weiter in den Südosten erwartet.
Bis zu 39 Grad im Südosten
Vor den Gewittern wird es in vielen Regionen noch einmal sehr heiß. Im Norden und Nordwesten steigen die Temperaturen auf 23 bis 28 Grad, an der Nordsee auf etwa 20 Grad.
Im übrigen Deutschland werden verbreitet 29 bis 34 Grad erreicht. Im Südosten sind sogar 35 bis 39 Grad möglich. Dort besteht eine besonders starke Wärmebelastung.
Auch außerhalb von Gewittern kann der Wind zeitweise kräftig auffrischen. Vor allem in der Südhälfte und im Südwesten sind am Mittag und Nachmittag steife bis stürmische Böen möglich. In exponierten Lagen kann es auch Sturmböen geben.
Unwettergefahr hält in der Nacht an
In der Nacht zum Samstag klingen die Schauer und Gewitter im Nordwesten rasch ab. Im Süden und Südosten sind dagegen zunächst weitere kräftige Gewitter möglich. Dort bleibt die Unwettergefahr vor allem durch Starkregen bestehen.
Im weiteren Verlauf verlagert sich der Schwerpunkt der Gewitter zunehmend in die Osthälfte. Die Temperaturen sinken im Westen und Norden auf 16 bis 11 Grad, sonst auf 20 bis 15 Grad.
Auch am Samstag bleibt das Wetter wechselhaft. Im Tagesverlauf können sich von der westlichen Mitte bis zum Alpenrand erneut örtlich kräftige Schauer und Gewitter entwickeln. Am Sonntag nimmt die Gewittergefahr insgesamt ab, bevor sie zu Beginn der neuen Woche wieder deutlich ansteigt.
