Die schlimmsten Zugunglücke
: Opferzahl nach Zugunglück in Dänemark steigt auf acht

Nach dem schweren Zugunglück in Dänemark ist die Zahl der Toten auf acht gestiegen. Bei dem Vorfall auf der Brücke über den Großen Belt starben fünf Frauen und drei Männer.
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Markus Brauer/dpa
Stuttgart
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  • Dänemark, Nyborg: Eine Rettungskraft arbeitet an der Unfallstelle. Ein heftiger Sturm löste in Dänemark ein schweres Zugunglück aus. Auf einer Brücke schleuderte der Wind Ladung eines entgegenkommenden Güterzuges gegen einen Passagierzug.

    Ritzau Scanpix/AP
  • Eschede (Deutschland), 3. Juni 1998: Bei dem schwersten Eisenbahnunfall in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kommen 101 Menschen ums Leben, 88 weitere werden schwer verletzt. Aufgrund von Konstruktionsmängeln und Abnutzung war am ersten Wagen eines ICE 1 ein Radreifen gebrochen. Die nachfolgenden Waggons entgleisten bei 200 Stundenkilometern und rammten eine Straßenbrücke.

    dpa
  • Kaprun (Österreich, 11. November 2000: Bei einer Brandkatastrophe im Tunnel der Standseilbahn zum Kitzsteinhorn in Kaprun sterben 155 Menschen. Ursache war ein in Brand geratener Heizlüfter.

    dpa
  • Ayyat (Ägypten), 20. Februar 2002: Nach der Explosion einer Gasflasche in einem überbesetzten Zug der ägyptischen Staatsbahn (Archivfoto) von Kairo nach Luxor brennen sieben Wagen 3. Klasse aus, bevor der Zug im Bahnhof von Ayyat zum Stehen kommt. Dabei sterben 383 Menschen.

    Wikipedia commons/MPW57
  • Tenga (Mosambik), 26. Mai 2002: Vorübergehend abgestellte, mit 600 Reisenden besetzte Wagen setzten sich in einem Gefälle eigenständig in Bewegung und kollidieren mit einer Lokomotive der staatlichen Gesellschaft Portos e Caminhos de Ferro de Moçambique (Archivfoto), die gerade den Rest des Zuges die Steigung hinaufzieht. 192 Tote und 167 Verletzte sterben.

    Wikipedia commons/Matthias-Tf/CC BY-SA 4.0
  • Igandu (Tansania), 24. Juni 2002: Ein an einer Steigung in der Nähe der Stadt Dodoma zum Stehen gekommener Personenzug der eingleisigen Tanganjikabahn der Tanzania Railways Corporation (Archivfoto) rollt zurück, weil die Bremsen versagen. Er stößt mit einem Güterzug zusammen, der ebenfalls die eingleisige Strecke befährt. Mindestens 281 der rund 1000 Fahrgäste sterben.

    Wikipedia commons/J.w.H. van der Waal
  • Rafiganj (Indien), 10. September 2002: Der Rajdhani Express (Archivfoto), der Kalkutta mit Neu-Delhi verbindet, entgleist auf der Brücke über den Fluss Dhave beim Bahnhof Rafiganj bei Gaya, zwei Wagen stürzten in den Fluss. Mehr als 130 Menschen sterben, mehr als 150 verletzt.

    Wikipedia commons/Hpcos
  • Nischapur (Iran), 18. Februar 2004: Ein Güterzug setzt sich führerlos nahe der iranischen Stadt Nischapur in Bewegung, entgleist und einige Wagen geraten in Brand. Während der Löscharbeiten explodieren mehrere Kesselwagen. 320 Menschen sterben, vorwiegend Feuerwehrleute, 460 werden verletzt.

    dpa
  • Ryongchŏn (Nordkorea), 22. April 2004: Auf dem Bahnhof von Ryongchŏn stoßen ein mit Öl beladener und zwei mit dem Düngemittel Ammoniumnitrat beladene Wagen (Archivfoto) beim Rangieren zusammen. Durch die anschließende Explosion sterben 161 Menschen, 40 Prozent der Stadt werden zerstört.

    Wikipedia commons/Clay Gilliland/CC BY-SA 2.0
  • Amagasaki (Japan), 25. April 2005: Ein mit 700 Personen besetzter Eilzug von Takarazuka nach Dōshisha-mae entgleist bei Osaka zwischen den beiden Bahnhöfen Tsukaguchi und Amagasaki. 107 Menschen werden getötet, 549 verletzt. Der Lokomotivführer des Zugs hatte die Geschwindigkeit nicht auf die vorgeschriebenen 70 Stundenkilometern verringert.

    AP
  • Sarhad (Pakistan), 12. Juli 2005: Aufgrund einer falsch programmierten Signalanlage fährt im Bahnhof Sarhad in der Provinz Sindh im Süden Pakistans der Karachi Express aus Lahore nach Karatschi auf den dort liegen gebliebenen Quetta Express auf. In die Trümmer fährt der aus der Gegenrichtung von Karatschi kommende Tezgam Express hinein. 137 Menschen kommen dabei ums Leben.

    dpa
  • Lathen (Deutschland), 22. September 2006: Auf der Transrapid-Versuchsstrecke in Lathen fährt ein mit 31 Fahrgästen besetzter Zug mit 160 Stundenkilometern auf einen Werkstattwagen auf. 23 Menschen w3rden getötet, zehn schwer verletzt. Dies war der folgenschwerste Unfall einer Einschienenbahn weltweit.

    dpa
  • Santiago de Compostela (Spanien), 24. Juli 2013: Ein Talgo-Zug, von Madrid nach Ferrol unterwegs, entgleist wegen überhöhter Geschwindigkeit bei Santiago de Compostela. 79 Menschen sterben, über 140 werden verletzt.

    AP
  • Éséka (Kamerun), 21. Oktober 2016: Der überfüllte Intercity 152 der Cameroon Railways (Archivfoto) entgleist auf der Fahrt von Yaoundé nach Douala in Éséka. Mindestens 79 Menschen sterben, 600 weitere werden verletzt.

    Wikipedia commons/Z. NGNOGUE/CC BY-SA 3.0
  • Kanpur (Indien), 20. November 2016: Bei Kanpur im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh entgleist der mit bis zu 2500 Fahrgästen besetzte Patna-Indore-Express. Mindestens 150 Menschen sterben.

    dpa
  • Amritsar (Indien), 19. Oktober 2018: Beim Abbrennen eines Feuerwerks in Amritsar zum Fest Dashahara weichen hunderte Menschen in den Gleisbereich einer Betriebsstelle aus. Ein durchfahrender Zug überfährt zahlreiche Zuschauer, 61 Menschen sterben.

    AFP
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Kopenhagen/Stuttgart - Bei dem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind zwei Menschen mehr ums Leben gekommen als ursprünglich angegeben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf acht, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen in Odense sagte. Darunter seien fünf Frauen und drei Männer, aber keine Kinder. Es sei weiter zu früh, eine Unglücksursache zu benennen.

Schlimmsten Zugunglück in Dänemark seit 30 Jahren

Das Zugunglück hatte sich am Mittwochmorgen auf der Storebælt-Brücke ereignet. Die Polizei hatte bislang von sechs Toten und 16 Verletzten gesprochen. Bereits damit hatte es sich um das schwerste Zugunglück auf dänischen Gleisen seit 1988 gehandelt.

Ob es sich bei den beiden weiteren Toten um Menschen handelt, die zuvor zu den Verletzten gezählt worden waren, ließ die Polizei am Donnerstag zunächst offen.

Heftiger Sturm tobte

Sowohl der auf der Storbæltbrücke verunglückte Passagierzug als auch der am Unfall beteiligte Güterzug wurden für weitere Untersuchungen in einen abgesperrten Bereich bei Nyborg am westlichen Ende der Brücke gebracht.

Zum Unglückszeitpunkt hatte es heftig gestürmt in Teilen Skandinaviens. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland (Sjælland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Auf Seeland liegt auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen.

Zugunglücke

In unserer Bildergalerie zeigen wir einige der weltweit schlimmsten Zugunglücke seit Eschede im Jahr 1998.