C&A-Sprössling Philippe Brenninkmeyer
: "Ich war ein kleiner Rebell in der Familie"

Seine Familie gehört zu den reichsten der Welt, doch Philippe Brenninkmeyer stieg nicht ins C&A-Imperium ein, sondern geht als Schauspieler eigene Wege.
Von
Bettina Hartmann
Stuttgart
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Stuttgarter Nachrichten

Herr Brenninkmeyer, hier in Deutschland werden Sie gern als der smarte Geschäftsmann besetzt. Nun spielen Sie einen Schurken. Eine willkommene Abwechslung?

Auf jeden Fall. Überhaupt mag ich schräge und komische Rollen sehr gern. In den USA, wo ich seit einigen Jahren mit meiner amerikanischen Frau Tara lebe und wo ich auch immer wieder arbeite, bekomme ich diese Rollen eher angeboten. Obwohl, oft muss ich auch für den Europäer herhalten.

Das passt doch. Sie haben einen holländischen Pass, sind in England geboren, haben in Deutschland gelebt. In welcher Sprache träumen Sie eigentlich?

In Englisch, meiner Muttersprache. Wenn ich monatelang in Deutschland drehe, tauchen allerdings auch deutsche Fetzen auf.

Wofür arbeiten Sie lieber: fürs Theater, Fernsehen oder Kino?

Als Schauspieler will man eigentlich nur eins: arbeiten. Früher hab' ich das Theater bevorzugt. Heute mach ich alles, ohne groß zu werten. Wobei ich zugeben muss, dass Kinofilme schon etwas Besonderes sind.

Warum sind Sie Schauspieler geworden? Sie hätten doch auch ins Management des Familienunternehmens C&A einsteigen können?

Oh je. Ich habe mal zwei Monate lang in der Kölner Filiale gejobbt, in der Warenannahme, in der Herrenabteilung. Danach war mir klar, dass das nichts für mich ist. Und die waren glaube ich auch ganz froh, dass ich nicht eingestiegen bin.

Tragen Sie wenigstens Kleidung von C&A?

Mein Vater hat früher freitagabends Tüten voll Klamotten mitgebracht, montags konnte er das dann gleich wieder mitnehmen. Klamotten interessieren mich aber nicht wirklich. Ich war eben ein kleiner Rebell in der Familie.

ARD, 30.4, 20.15 Uhr