Berlin: Überfall bei Autokauf – Polizist gesteht vor Gericht

Ein Polizeibeamter steht nach einem Überfall bei einem privaten Autokauf vor dem Berliner Landgericht (Symbolfoto).
Monika Skolimowska/dpa- Ein suspendierter Berliner Polizist gestand einen Überfall bei einem Autokauf in Reinickendorf.
- Er gab sich als im Dienst stehender Beamter aus, um Geld zu beschlagnahmen – Softair-Pistole dabei.
- Laut Anklage wurden 71.000 Euro erbeutet; vereinbart waren 68.000 Euro Anzahlung für einen Sportwagen.
- Der Mann sitzt seit dem 16. Januar in U-Haft und schwieg zu seinem mutmaßlichen Mittäter.
- Angeklagt sind schwerer räuberischer Diebstahl, gefährlicher Eingriff in den Verkehr und Körperverletzung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Polizeibeamter steht nach einem Überfall bei einem privaten Autokauf vor dem Berliner Landgericht. Insgesamt 71.000 Euro waren laut Ermittlungen bei der Tat erbeutet worden. Der Angeklagte gab die Vorwürfe zu Prozessbeginn weitgehend zu. „Eine Person hatte mich überredet“, so der 42-Jährige. Er habe sich als „im Dienst stehender Polizist ausgegeben, um Geld zu stehlen“. Nähere Angaben machte er zu dem mutmaßlichen Mittäter nicht.
Die Anklage lautet auf schweren räuberischen Diebstahl, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und gefährliche Körperverletzung. Der 42-Jährige, der seit rund fünf Jahren wegen anderer Ermittlungsverfahren keine Dienstgeschäfte mehr vornehmen darf und der seitdem suspendiert ist, wurde am 16. Januar dieses Jahres auf frischer Tat gefasst und ist seitdem in Untersuchungshaft.
Polizeiweste und Softair-Pistole
Der Überfall geschah auf einem Supermarkt-Parkplatz in Berlin-Reinickendorf. Dort hatten sich ein Autohändler mit zwei Begleitern sowie ein Mann getroffen, der einen italienischen Sportwagen im Internet zum Kauf angeboten hatte. Ein Preis von 189.000 Euro sei vereinbart worden. 68.000 Euro sollten laut Anklage in bar angezahlt werden.
Während das Bargeld im Auto des Käufers gezählt werden sollte, kamen den Ermittlungen zufolge zwei schwarz gekleidete Männer auf den Wagen zu. Der 42-Jährige habe wie sein Komplize eine Weste der Berliner Polizei getragen sowie Handfesseln am Gürtel und eine Softair-Pistole im Holster. Das Geld müsse wegen Verdachts auf dubiose Geschäfte beschlagnahmt werden, habe der suspendierte Beamte erklärt.
Sein Mittäter habe das Geld genommen, so der Angeklagte. Der Mann habe auch 3000 Euro eingesteckt, die in einem Transporter der beiden Begleiter des Käufers gewesen seien. Als der Käufer eine Quittung verlangte, seien er und der Mittäter in ihr Auto gestiegen. Nach kurzer Verfolgungsjagd seien sie in einer Sackgasse gelandet. „Mein Mittäter fuhr einem der Männer über den Fuß, griff sich dann das Geld und rannte weg.“
Für den Prozess sind bislang drei weitere Tage bis zum 28. Juli terminiert.