STN+STN+Treffen mit der „berühmtesten Ex-Frau Deutschlands“
: Wie Barbara Becker über Boris denkt

Barbara Becker lebte 19 Jahre lang mit ihren Söhnen in Miami. Als sie auszogen, fiel sie in ein Loch. Wie sie sich befreite, was sie über das Schwarzwälder Unterholz weiß, inwiefern Rassismus für sie alltäglich ist und warum sie kein böses Wort über ihren berühmten Ex verliert. Ein Treffen in Stuttgart.
Von
Simone Höhn
Stuttgart
  • Selfmademarke: Barbara Becker wurde in den Neunzigern bekannt als Ehefrau von Deutschlands Tennissuperstar Boris Becker.

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  • Barbara Becker ist vielleicht die berühmteste Ex-Frau Deutschlands. Von 1993 bis 2001 war sie mit dem damals berühmtesten Tennisspieler Deutschlands, Boris Becker, verheiratet.

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  • Vielseitig interessiert und umtriebig hat sich die 54-Jährige längst als eigene Marke etabliert. Die alleinerziehende Mutter zweier erwachsener Söhne hat sich in verschiedenen Bereichen einen Namen gemacht: als Mode-, Schmuck- oder Produktdesignerin, als Fitnesstrainerin, Autorin und Schauspielerin.

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  • Das Foto zeigt Barbara Becker gemeinsam mit ihrem Sohn Elias (21) im Jahr 2019. Er ist der jüngere der beiden Söhne und studiert in London Film und Produktion.

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  • Auch als Model arbeitet Elias Becker: 2018 gab er sein Laufsteg-Debüt in Mailand für „Dolce und Gabbana“. Mit ihm auf dem Laufsteg posierte Supermodel Naomi Campbell.

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  • Barbara Beckers älterer Sohn Noah (27, hier ein Foto aus dem Jahr 2013) lebt in Berlin als Künstler, Musiker, Model und DJ.

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  • Obwohl die Familie „Ozeane trennt“, wie es Barbara Becker ausdrückt, haben sie laut ihrer Aussage ein sehr gutes Verhältnis zueinander – auch mit Papa Boris.

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  • 1993 gaben sich Barbara und Boris Becker nach zwei Jahren Beziehung das Jawort. Im Februar 1994 kam Sohn Noah zur Welt. Fünf Jahre später war die damals 33-Jährige wieder schwanger. (Foto von 1998).

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  • In den Neunzigern galten die Beckers als eines der attraktivsten und glücklichsten Paare der Welt (Foto von 1993).

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  • Doch die Fassade der glücklichen Ehe fing an zu bröckeln (Foto von 1994). „Ich sehnte mich nach Liebe, Geborgenheit und Intimität“, offenbarte Boris Becker 2013 in seiner zweiten Biografie „Das Leben ist kein Spiel“.

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  • 1999 folgte ein skandalöser Seitensprung: die viel zitierte „Besenkammeraffäre“ mit der Russin Angela Ermakova (links). Diese bescherte Boris eine uneheliche Tochter (Anna, rechts, heute 20 Jahre alt), die Trennung von Barbara und jede Menge negative Schlagzeilen – er hatte seine Frau betrogen während sie im siebten Monat schwanger mit Elias war.

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  • Nach sieben Jahren Ehe trennte sich das Ehepaar Becker Ende der Neunzigerjahre. Barbara zog im Jahr 2000 mit den Kindern Noah (links) und Elias nach Fisher Island in Florida, wo sie bis heute lebt (Foto von 2003).

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  • Mit dem Wegzug aus Deutschland wollte Barbara Becker unter anderem ihre Söhne vor dem großen Medieninteresse in Deutschland bewahren (Foto von 2003). Besonderes Aufsehen erregte 2001 die Verhandlung um das Sorgerecht der Kinder vor einem Gericht in Florida, da die Gerichtsanhörungen im Fernsehen übertragen wurden.

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  • Die Beckers konnten ihren Rosenkrieg beilegen und sich außergerichtlich einigen. Sie bekamen das gemeinsam Sorgerecht. Barbara Becker soll angeblich 30 Millionen Mark, die Villa in Florida sowie monatliche Zahlungen von Boris erhalten haben.

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  • Die Beckers haben es trotz Scheidung geschafft, die Familie zusammen zu halten. Über ihren Ex verliert Barbara kein böses Wort. In der ARD-Doku „Boris Becker – Der Spieler“(2017) sagte sie anlässlich seines 50. Geburtstags: „Er ist als Charakter wahnsinnig stabil. Er hat bestimmt viele Ecken und Kanten, wie andere Leute auch, aber er ist sehr verlässlich in dem was er sagt und macht.“

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  • 2009 heiratete Barbara Becker den belgischen Künstler Arne Quinze. Die Ehe hielt nur zwei Jahre. 2011 gab das Paar seine Trennung bekannt. Auf dem Foto sieht man Barbara Becker 2018 neben einer Kollektion ihrer selbst entworfenen Yogamatten.

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  • Gesundheit, Ernährung, Vitalität, Selbstfindung – das sind Barbara Beckers Lebensthemen, über die sie mehrere Bücher geschrieben hat. Nun ist ein neues Thema hinzugekommen ...

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  • Im Buch „Mama allein zu Haus“ schreibt sie gemeinsam mit der befreundeten Autorin Christiane Soyke über das „Empty-Nest-Syndrom“, also der Lebensphase nachdem die erwachsenen Kinder ausgezogen sind und in der Mütter beziehungsweise Eltern eine gewisse Leere empfinden und sich neu orientieren müssen.

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