Auch in Baden-Württemberg aktiv
: Polizei hebt Schockanruf-Callcenter in Polen aus

Betrug mit sogenannten Schockanrufen ist eine verbreitete Masche. Die Hinterleute bleiben dabei meist im Dunkeln - aber nicht immer.
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red/dpa
Stuttgart
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Die Schockanruf-Masche ist eine verbreitete Betrugsstrategie. (Symbolbild)

Julian Stratenschulte/dpa/Julian Stratenschulte

Ermittler haben ein mutmaßlich kriminelles Callcenter im polnischen Posen ausgehoben, von dem aus sogenannte Schockanrufe nach Deutschland getätigt worden sein sollen. Vier Frauen und zwei Männer wurden festgenommen, wie Münchner Polizei mitteilte, die an den Ermittlungen beteiligt war. Sie befinden sich nun in Polen in Untersuchungshaft. 

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass von dem Callcenter aus vor allem Senioren in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz angerufen wurden. Das Betrugsmuster des Schockanrufs: Die Anrufer behaupten, ein naher Angehöriger habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und könne nur gegen eine jeweils hohe Kaution einer Inhaftierung entgehen. Dabei wurden nach Polizeiangaben „jeweils mittlere fünfstellige Euro-Beträge“ gefordert. 

Zahlreiche Beweismittel bei Razzia sichergestellt

Bei der Razzia konnten den Angaben zufolge zahlreiche Beweismittel sichergestellt werden, darunter Mobiltelefone, SIM-Karten, Tablets und Laptops.

Die Schockanruf-Masche ist eine verbreitete Betrugsstrategie, oft sitzen die Hinterleute im Ausland und bleiben unentdeckt. Allein in München verursachte diese Masche nach Polizeiangaben innerhalb eines Jahres einen Schaden von mehr als drei Millionen Euro.

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