Anschlag bei Jänschwalde
: Innenminister Redmann spricht von gezieltem Vorgehen

Das Umspannwerk Preilack in Spree-Neiße ist mit Sprengstoff angegriffen worden. Ein Sprecher von Kraftwerksbetreiber Leag spricht von einem Anschlag.
Von
Bernd Töpfer,
Jan Siegel,
Steven Wiesner
Preilack/Jänschwalde
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Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden: 01.09.2026, Brandenburg, Turnow-Preilack: Polizeieinsatzkräfte sperren die Straße zum Umspannwerk ab. Heute wurden am Umspannwerk unkonventionelle Sprengvorrichtungen gefunden. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sprengvorrichtung in der Nähe vom Kraftwerk Jänschwalde gefunden: In Turnow-Preilack sperren Polizeieinsatzkräfte die Straße zum Umspannwerk ab. Hier haben unkonventionelle Sprengvorrichtungen das Land Brandenburg in Alarmbereitschaft versetzt.

Frank Hammerschmidt/dpa

Ein Angriff auf das Umspannwerk Preilack (Spree-Neiße) sorgt für Ermittlungen der Polizei. „Bislang unbekannte Täter haben am Dienstagmorgen (1. September 2026) eine Sachbeschädigung an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz begangen“, hatte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Potsdam bestätigt.

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"Raketen"-Angriff erinnert an Kraftwerksunfall in Jänschwalde

Das Vorgehen der Täter am Umspannwerk in Turnow-Preilack erinnert an einen legendären Unfall im Kraftwerk Jänschwalde im Jahre 1986. Damals hatte Weihnachtsbaum-Lametta für den Ausfall eines Kraftwerksblocks gesorgt. 1986 hatte keine Rakete, sondern der Wind das Lametta in eine Schaltanlage getragen.

Innenminister Redmann spricht von gezieltem Vorgehen

Innenminister Jan Redmann (CDU) spricht von massivem und gezieltem Vorgehen. „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen.“ Es habe mehrere Angriffe mit Raketen und leitfähigem Material gegeben. Sprengstoff oder ähnliches Material sei nicht gefunden. Redmann: „Die Versorgungssicherheit war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.“

Leag-Chef Adi Roesch: Wann Block B wieder ans Netz gehen kann

Leag-Chef Adi Roesch hat davon gesprochen, dass der 500-MW-Block „B“ im Kraftwerk Jänschwalde um 18 Uhr wieder ans Netz gehen soll.