Urlaubsregion
: Mindestens 23 Tote bei Waldbrand – Schreckensnacht in Andalusien

Betroffenheit in Spanien: Ein verheerendes Feuer hat viele Tote gefordert. Auch einige ausländische Gäste sind unter den Opfern.
Von
Michael Maier
Almería
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Gewaltiger Brand wütet in Andalusien

Das Großfeuer ist direkt im Hinterland der Küste ausgebrochen.

Europa Press/EUROPA PRESS/dpa
  • Waldbrand nahe Almería in Andalusien forderte mindestens 12 Tote – Region trauert.
  • Feuer begann am Donnerstagnachmittag und weitete sich über Nacht zur Katastrophe aus.
  • Rettungskräfte fanden Opfer in Autos; weitere Verletzte gemeldet, Zahl könnte steigen.
  • Ursache laut Zeugen: herabgerissene Stromleitung entzündete ausgetrocknete Vegetation.
  • Straßen gesperrt, teils auch Abschnitte der AP-7/A-7; UME soll Feuerwehr unterstützen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Südspanien erlebt dramatische Stunden. Was als Busch- und Waldbrand am Donnerstagnachmittag (9. Juli 2026) in der Nähe von Almería in der beliebten Urlaubsregion Andalusien begann, hat sich über Nacht zu einer Katastrophe ausgeweitet. Die Behörden bestätigten am Freitagmorgen die traurige Gewissheit: Mindestens 23 Menschen haben in den Flammen ihr Leben verloren, andere werden noch vermisst. Vor allem Briten und Belgier sind neben Spaniern unter den Opfern, so lokale Medien.

Die Berichte der Rettungskräfte vor Ort in den Gemeinden Los Gallardos und Bédar sind herzzerreißend. Einige der ausländischen Opfer fand man leblos in ihren Autos. Sie wurden auf der Fahrt offenbar vollkommen von den rasant um sich greifenden Flammen überrascht und eingeschlossen. Der TV-Sender RTVE sprach vom „tödlichsten Waldbrand des 21. Jahrhunderts“ in Spanien.

Waldbrand in Andalusien: HANDOUT - 10.07.2026, Spanien, Los Gallardos, Almería: Dieses Bild stammt aus einem von INFOCA zur Verfügung gestellten Video und zeigt Feuerwehrleute, die gegen einen Waldbrand kämpfen. Der Waldbrand in Almería gilt als der bislang schwerste in Andalusien - es gibt zahlreiche Tote und Verletzte. Foto: Uncredited/INFOCA via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung bis zum 24.07.2026 und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Feuerwehreinsatz bei Los Gallardos in Andalusien.

Uncredited/INFOCA via AP/dpa

Mehr als 1.000 Menschen mehrerer Ortschaften wurden evakuiert und in Notzelte in benachbarten Orten wie Mojácar gebracht. Auch ein Campingplatz, der bislang von den Flammen verschont blieb, wurde vorsorglich geräumt. 400 teils ältere Menschen seien an sichere Orte gebracht worden. Durch die Evakuierungen sollen viele Menschenleben gerettet worden sein, heißt es.

Region Almería bei Briten, Belgiern und Franzosen beliebt

Die betroffene Region gehört zwar nicht zu bekanntesten Touristen-Hotspots Spaniens. Strände wie die Playa de Mojácar, wo auch Ministerpräsident Sánchez ein Feriendomizil hat, werden im Sommer vorwiegend von Spaniern, aber auch von Zehntausenden ausländischen Touristen vor allem aus Großbritannien, Belgien und Frankreich besucht. Etwa 150 Feuerwehrleute hatten zunächst die ganze Nacht über bei starkem Wind gegen die Flammen gekämpft. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde am Freitag auf mehr als 460 erhöht.

Waldbrand in Andalusien

  • Die Opfer: Mindestens 23 bestätigte Tote. Da die Löscharbeiten noch andauern und manche Gebiete kaum zugänglich sind, befürchten die regionalen Behörden, dass die Opferzahl noch weiter steigen könnte. Mehrere Menschen wurden zudem verletzt.
  • Die Brandursache: Ersten Zeugenberichten und Notrufen zufolge soll eine abgerissene Stromleitung die Ursache gewesen sein. Das herabgefallene Kabel traf auf die durch anhaltende Hitze völlig ausgetrocknete Vegetation direkt am Straßenrand und entzündete diese binnen Sekunden.
  • Evakuierungen: Über 150 Feuerwehrleute kämpften die gesamte Nacht gegen die Flammenfront. Einwohner mussten mitten in der Nacht ihre Häuser verlassen. Ein lokales Kulturzentrum in der schwer betroffenen Gemeinde Bédar wurde hastig zu einer Notunterkunft umfunktioniert.

Mittelmeerautobahn A7 in Andalusien gesperrt

Das Feuer hat auch massive Auswirkungen auf die Infrastruktur. Wegen der dichten Rauchentwicklung und der unmittelbaren Nähe der Flammen zu Fernstraßen wurden mehrere Routen rund um Almería und Bédar komplett gesperrt. Zeitweise kam es auch an der wichtigen Mittelmeerautobahn (AP-7/A-7) in angrenzenden Abschnitten zu massiven Behinderungen und Sperrungen, da sich parallel weitere Brandherde entwickelten.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte via X (ehemals Twitter) seine Mitgefühl aus:

„Tiefe Trauer und Bestürzung über die verheerenden Folgen des Brandes in der Provinz Almería. Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert.“

Eine Spezialeinheit der spanischen Armee (UME) ist eingetroffen, um die erschöpften Feuerwehrleute vor Ort und aus der Luft zu unterstützen. Allen Reisenden in der Region wird geraten, die Durchsagen der Behörden strikt zu befolgen und betroffene Gebiete weiträumig zu umfahren.