15 Vermisste
: Sturzflut im Grand Canyon – was ist passiert?

Fluten nicht nur im Himalaya, sondern auch in den USA. Starke Regenfälle und möglicher Steinschlag sorgen weiterhin für Gefahr im Grand Canyon.
Von
Michael Maier/afp
Los Angeles
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US-ENVIRONMENT-FLOODS-GRAND CANYON: This handout image released by the Grand Canyon National Park Service via X  (formerly Twitter) on August 30, 2026 shows remnants of stone bridge pylons along Bright Angel Creek following a flash flood that destroyed the footbridge on August 29. More than 20 people may be missing after the flash flood in Grand Canyon National Park according to the National Park Service. The floods hit the Bright Angel Canyon and Phantom Ranch area on Saturday, the service said, adding that it was working with Arizona authorities to evacuate people and account for individuals in the affected area. (Photo by J.THOMPSON and Handout / NATIONAL PARK SERVICE / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / NATIONAL PARK SERVICE " - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Zerstörte Steinbrücke im Grand Canyon National Park.

J.THOMPSON/afp
  • Sturzflut im Grand Canyon: Etwa 15 Menschen gelten seit Samstag als vermisst.
  • Ort des Ereignisses war der Bright Angel Canyon bei der Unterkunft Phantom Ranch.
  • 62 Menschen wurden bis Sonntagmorgen in Sicherheit gebracht – keine Verletzten gemeldet.
  • Fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek sind zerstört, Wege teils gesperrt.
  • NPS warnt vor weiteren Gewittern und möglichem Steinschlag bis zum Montag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einer Sturzflut im berühmten Grand Canyon im Westen der USA sind am Sonntag etwa 15 Menschen vermisst worden. Zunächst war noch von 20 die Rede gewesen. Wie der Nationalpark mitteilte, ereignete sich die plötzliche Flut am Samstag am Bright Angel Canyon im Gebiet der Unterkunft Phantom Ranch. Gemeinsam mit den Behörden des Bundesstaates Arizona werde versucht, Menschen in Sicherheit zu bringen und alle von der Flut Betroffenen zu erfassen. Der National Park Service (NPS) bat auf seiner Homepage um Informationen zu etwa 15 Menschen, von denen es seit der Sturzflut kein Lebenszeichen mehr gegeben habe.

Die Sturzflut ereignete sich in dem jährlich von mehreren Millionen Touristen besuchten Nationalpark am Samstag um 14.30 Uhr (Ortszeit). Bis zum Sonntagmorgen wurden den Angaben zufolge 62 Menschen in Sicherheit gebracht. Meldungen über Verletzte oder Todesopfer gab es zunächst nicht.

Von Wanderern aufgenommene Videoaufnahmen zeigen einen Strom schlammigen Wassers, der an einem Wanderweg vorbeischießt, sowie Baumstämme und andere Trümmer, die durch angeschwollene Flüsse treiben. Die Flut habe „erhebliche Auswirkungen auf die Infrastruktur im gesamten Bright Angel Canyon“ gehabt, teilte der Nationalpark mit. Fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek seien zerstört worden, so dass Wanderer den Bach nicht mehr überqueren könnten. Einige Übernachtungsunterkünfte und andere Einrichtungen wurden geschlossen.

Beeinträchtigte Infrastruktur rund um den Grand Canyon

  • Bright Angel Camping
  • Xanterra-Hotel inklusive Phantom Ranch
  • Phantom Ranch Canteen und andere Unterkünfte
  • Ganzer North Kaibab Trail vom North Kaibab Trailhead bis zur Phantom Ranch
  • Black Bridge and Silver Bridge über den Colorado River

Die Überschwemmung habe auch eine wichtige Wasserleitung beschädigt, was zu Einschränkungen bei der Wasserversorgung führe, teilte der Park weiter mit.  Der NPS warnte, bis zum Montag seien weitere Gewitter und starke Regenfälle möglich, die womöglich „weitere Sturzfluten“ oder auch Steinschlag auf den Wanderwegen auslösen könnten.