Wintereinbruch in Stuttgart
: Schneechaos sorgt für Ansturm auf VVS-Fahrplanauskunft

Wegen winterlicher Straßen ließen viele Pendler am Montag das Auto stehen. Beim VVS schnellten die Online-Anfragen auf das Fünffache des üblichen Wertes – mit zeitweisen Störungen.
Von
Christian Milankovic
Stuttgart
  • Der starke Schnellfall in der Nacht auf Montag ist auch am Verkehr nicht spurlos vorübergegangen.

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Nur Scheibe freikratzen reicht hier nicht mehr in Deizisau im Kreis Esslingen.

    privat
  • Auch diese Baustellenbarke in Stuttgart-Ost wird vom Schnee überzogen.

    Sophie
  • E-Scooter haben erst einmal Pause in Stuttgart-Ost.

    Sophie
  • Schlittenverleih wäre derzeit eher angesagt in Stuttgart-Ost als Leihräder.

    Sophie
  • Den Sonnenschirm auf dem Balkon brauchen die Bewohner hier in Stuttgart-Ost vorerst wohl nicht.

    Melani Dincic
  • Winterwunderwelt in Remshalden im Kreis Waiblingen.

    Ali001
  • Ein Garten in Denkendorf im Kreis Esslingen: Plötzlich passt der Weihnachtsstern wieder ins Bild.

    privat
  • Dieser Schneemann lebt sein kurzes Leben in Bad Boll im Kreis Göppingen recht ungesund.

    privat
  • Für diesen Schneemann am Löwentor in Stuttgart hat sogar ein Fan sein Galatasaray-Istanbul-Trikot geopfert.

    Yasemin
  • Beim Schwanenplatz in Stuttgart-Ost: Viele schneefreie Äste finden die Vögel hier nicht mehr:

     
  • Über Rommelshausen hat sich eine dicke Schneedecke gelegt.

    Lea
  • In Fellbach ist die Straße kaum noch zu erkennen vor lauter Schnee.

    Janine
  • In Zuffenhausen ist hingegen ordentlich geräumt.

    Mario Singer
  • Weiße Wiesen in Stuttgart-Giebel: Schnee - so weit das Auge reicht.

    Gangaraj Ravula
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Die winterlichen Straßenverhältnisse haben am Montagmorgen viele dazu bewogen, das Auto stehen zu lassen – oder sich zumindest mal ein Bild über mögliche Alternativen zu verschaffen. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) nennt nun Zugriffszahlen auf die elektronische Fahrplanauskunft. „In der Spitze wurden rund 200 000 Anfragen innerhalb von fünf Minuten registriert – etwa das Fünffache eines normalen Montags. Bereits ab 6 Uhr lag die Anfragemenge über dem üblichen Spitzenwert“, sagt VVS-Sprecherin Uli Weißinger auf Anfrage.

Der Ansturm ist nicht ohne Folgen geblieben. „Zwischen 7 und 7.40 Uhr ist es heute Morgen zu Verzögerungen und vereinzelten Timeouts bei der Fahrplanauskunft gekommen“, sagt Weißinger. Nach Analysedaten des Verbunds habe es aber keinen Komplettausfall gegeben.

Nach den anhaltenden Schneefällen in der Nacht auf Montag kam die hohe Zahl der Anfragen für den VVS nicht gänzlich überraschend. „Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass bei Schneefall viele Menschen ihr Auto stehen lassen und auf Bus und Bahn umsteigen. Diese Fahrgäste sind mit den Fahrplänen nicht vertraut und suchen sich Verbindungen.“ Aber auch regelmäßige Pendler würden bei einer solchen Wetterlage auf Nummer sicher gehen und die Lage bei Bus und Bahn nochmals prüfen. „Das Zusammenspiel hat zu einer außergewöhnlich hohen Last in der Auskunft geführt“.

Der VVS habe „kurzfristig interne Maßnahmen zur Lastreduzierung getroffen“. Dazu zählt laut Weißinger „die Begrenzung auf zwei Fahrtauskünfte pro Anfrage und die Einschränkung besonders rechenintensiver Funktionen“. Auch wenn am Vormittag wieder alle Services uneingeschränkt wieder zur Verfügungen stünden, bat der Verbund die Fahrgäste um Entschuldigung und will der Sache noch vertieft nachgehen. „Damit wir für künftige Lastspitzen noch besser gewappnet sind, werden wir die Situation weiter analysieren“.

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