Wintereinbruch in Stuttgart: Schneechaos sorgt für Ansturm auf VVS-Fahrplanauskunft
Die winterlichen Straßenverhältnisse haben am Montagmorgen viele dazu bewogen, das Auto stehen zu lassen – oder sich zumindest mal ein Bild über mögliche Alternativen zu verschaffen. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) nennt nun Zugriffszahlen auf die elektronische Fahrplanauskunft. „In der Spitze wurden rund 200 000 Anfragen innerhalb von fünf Minuten registriert – etwa das Fünffache eines normalen Montags. Bereits ab 6 Uhr lag die Anfragemenge über dem üblichen Spitzenwert“, sagt VVS-Sprecherin Uli Weißinger auf Anfrage.
Der Ansturm ist nicht ohne Folgen geblieben. „Zwischen 7 und 7.40 Uhr ist es heute Morgen zu Verzögerungen und vereinzelten Timeouts bei der Fahrplanauskunft gekommen“, sagt Weißinger. Nach Analysedaten des Verbunds habe es aber keinen Komplettausfall gegeben.
Nach den anhaltenden Schneefällen in der Nacht auf Montag kam die hohe Zahl der Anfragen für den VVS nicht gänzlich überraschend. „Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass bei Schneefall viele Menschen ihr Auto stehen lassen und auf Bus und Bahn umsteigen. Diese Fahrgäste sind mit den Fahrplänen nicht vertraut und suchen sich Verbindungen.“ Aber auch regelmäßige Pendler würden bei einer solchen Wetterlage auf Nummer sicher gehen und die Lage bei Bus und Bahn nochmals prüfen. „Das Zusammenspiel hat zu einer außergewöhnlich hohen Last in der Auskunft geführt“.
Der VVS habe „kurzfristig interne Maßnahmen zur Lastreduzierung getroffen“. Dazu zählt laut Weißinger „die Begrenzung auf zwei Fahrtauskünfte pro Anfrage und die Einschränkung besonders rechenintensiver Funktionen“. Auch wenn am Vormittag wieder alle Services uneingeschränkt wieder zur Verfügungen stünden, bat der Verbund die Fahrgäste um Entschuldigung und will der Sache noch vertieft nachgehen. „Damit wir für künftige Lastspitzen noch besser gewappnet sind, werden wir die Situation weiter analysieren“.















