Wilbär ist tot
: Wie ein kleiner Eisbär Stuttgart und die Wilhelma verzauberte

2007 erblickte Eisbär Wilbär in der Wilhelma das Licht der Welt. Zuletzt lebte er im niederländischen Eindhoven, wo er nun mit 16 Jahren gestorben ist. Der Hype um Wilbär in Stuttgart war groß. Ein Rückblick.
Von
Lea Jansky
Stuttgart
  • Die ersten Schritte von Eisbär Wilbär in der Wilhelma im Jahr 2008. (Archivbild)

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  • Im Dezember 2007 kam Wilbär in der Stuttgarter Wilhelma auf die Welt. Anfangs lag er noch in einem Körbchen und war fürs Publikum nicht zu sehen.

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  • So lang waren die Schlangen vor der Wilhelma als das Eisbärbaby zum ersten Mal öffentlich zu sehen war.

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  • Das Anstehen lohnte sich. Eisbärmutter Corinna und Wilbär spielten herzerwärmend zusammen auf der Außenanlage.

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  • Mutter Corinna kümmerte sich liebevoll um ihren Nachwuchs.

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  • Auch geschwommen wurde ausgiebig.

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  • Mutter und Sohn waren ein Publikummagnet

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  • Die Stuttgarter waren verzückt.

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  • Mit zunehmendem Alter wurde es ein ruppigeres Spiel zwischen Corinna und ihrem Sohn.

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  • Im Mai 2009 wurde die Trennung von Mutter und Sohn nötig, weil Eisbärenmütter ihren Nachwuchs mit Beißattacken vertreiben.

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  • Am 14. Mai 2009 wurde Wilbär narkotisiert. . .

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  • . . . und in eine Transportkiste gebracht, um seine Reise in den Bärenpark ins schwedische Orsa anzutreten.

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  • Im Bärenpark bekam er Ewa an die Seite – in der Hoffnung Wilbär möge sich fortpflanzen. Doch zunächst zeigte er keine Interesse an dem Weibchen.

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  • In Orsa, 300 Kilometer von Stockholm entfernt, wohnte er bis 2022.

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  • In der weitläufigen Schneelandschaft konnte sich der Eisbär ausleben.

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Trauer um Liebling Wilbär: Der Eisbär ist am vergangenen Wochenende im niederländischen Eindhoven mit 16 Jahren gestorben. Das gab der Zoo in Eindhoven am Freitag bekannt. Für Fans eine traurige Nachricht, denn der Hype um Wilbär war in Stuttgart jahrelang groß. Am 10. Dezember 2007 wurde der kleine Eisbär-Star Wilbär in der Wilhelma geboren.

Nach seiner Geburt war Wilbär zunächst nur heimlich in der Wilhelma unterwegs und wurde in den ersten Wochen vor den Zoobesuchern zurückgehalten. Die Tierpfleger wollten, dass das Eisbärbaby von seiner Mutter fernab vom Medienrummel großgezogen wird.

Beim ersten Freigang war der Andrang schließlich groß und für Besucher war der kleine Eisbär schnell das Highlight eines jeden Zoobesuchs. Das machte sich auch in den Besucherzahlen bemerkbar. 2008 war dank Wilbär eines der stärksten Jahre in der Historie der Wilhelma. Doch seit Wilbärs Geburt war bereits klar, dass der Eisbär nicht in der Wilhelma bleiben würde.

Umzug in Zoo nach Schweden

So zog er im Mai 2009 in einen Raubtierpark nach Orsa, rund 300 Kilometer von Stockholm entfernt, nach Schweden um. Auch nach seinem Umzug ließ der Hype um den in der Wilhelma geborenen Eisbär nicht nach. In der schwedischen Stadt Orsa war Wilbär weiterhin ein Star und die Medien tummelten sich um ihn.

Auch die Stuttgarter fieberten weiterhin mit ihrem Wilbär mit. So brachte ein Postbote am 10. Dezember 2010, dem dritten Geburtstag des Raubtiers, jede Menge Spielsachen, Fresspakete und auch persönliche Geburtstagsbriefe mit Absendern aus Deutschland zu Wilbär nach Schweden.

Über die Jahre wurde immer wieder über Wilbär berichtet; über sein Liebesleben, den Tod seiner Eisbär-Eltern Anton und Corinna in der Wilhelma und seinen dreifachen Nachwuchs in Orsa – Wilbär war nach wie vor ein Dauer-Thema in Stuttgart.

2022 wurde der schwedische Bärenpark in Orsa geschlossen – ein neuer Umzug für Wilbär stand an. Auch wenn Fans darauf hofften, blieb eine Rückkehr nach Stuttgart für den Eisbär ausgeschlossen, da die Wilhelma die Eisbärzucht aufgegeben hatte. Wilbär zog schließlich in einen Zoo ins niederländische Eindhoven, wo er nun verstarb.

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