Was die Jugendlichen bewegt
: Stuttgarter Demo-Teilnehmer: „Die Politik ignoriert unsere Generation“

Bundesweit gehen am Samstagnachmittag junge Menschen auf die Straßen. Was bewegt die Teilnehmer in Stuttgart? Was erwarten sie sich von den Protesten? Wir haben Jugendliche auf der Demo befragt.
Von
Bettina Hartmann,
Jürgen Bock
Stuttgart
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Demo Teilnehmer

Marius (r.), Sami (mit Schild) und ihre Freunde nehmen in Stuttgart an der Demo teil. Die Schüler kritisieren steigende Kosten, soziale Ungerechtigkeit, und dass junge Menschen von der Politik zu wenig gehört werden.

Jürgen Bock
  • Bundesweite Demos von „Gen Z regelt“ in Stuttgart: Jugendliche fordern Gehör.
  • Gefordert werden mehr Geld für Bildung, Suchthilfe, Psychotherapie und Klimaschutz.
  • Studierende klagen über hohe Lebenshaltungskosten – Arbeiten neben dem Studium ist üblich.
  • Schulpflichtige bemängeln soziale Ungerechtigkeit und steigende Mieten.
  • Kritik an Politik und Wehrpflicht – viele sehen ihre Zukunft verbaut.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die kürzlich neu gegründete Gruppe „Gen Z regelt“ hat für Halloween, den 31.Oktober, zu bundesweiten Kundgebungen aufgerufen, darunter in Stuttgart. Um was es geht? Mehr Investitionen in Bildung, Geld für Suchthilfe und Psychotherapie statt Kürzungen im Gesundheitswesen, keine Wehrpflicht, weniger Überwachung, konsequenteren Klimaschutz, ein bezahlbares Leben. Also ganz schön viel. Wir haben bei der Demo in Stuttgart junge Menschen befragt, warum sie auf die Straße gehen – und was sie sich von den Protesten erhoffen.

Sara und Aliya studieren in Stuttgart. Sie sind gekommen, weil die steigenden Lebenshaltungskosten ihnen Sorgen machen. „Es ist alles viel zu teuer. Ich kenne keine Kommilitonen, die nicht nebenher arbeiten müssen, selbst wenn die Eltern gut verdienen“, sagt Sara. Aliya pflichtet ihr bei: „Es ist schwer, sich auf das Studium zu konzentrieren.“ Auch die Wehrpflicht treibe viele um.

Teilnehmer: „Unsere Zukunft wird verbaut“

Marius, Sami und ihre Freunde gehen in Stuttgart zur Schule. Sie sind gekommen, weil „unsere Zukunft verbaut wird“. Die Politik ignoriere die junge Generation, kritisiert Marius. Für den Klimaschutz etwa werde zu wenig getan: „Die Welt stirbt uns weg.“

Sami stimmt zu: „Auch die steigenden Wohnkosten und die steigenden Preise generell machen uns Sorgen.“ Es gebe zu viel soziale Ungerechtigkeit.

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Sorge ums Gesundheitswesen

Drei junge Frauen halten ein „Peace“-Schild in die Höhe. Nur um Frieden geht es ihnen aber nicht. Zwei von ihnen sind gerade auf dem Weg, Hebammen zu werden. „Im Gesundheitswesen liegt vieles im Argen“, sagen sie. Generell störe sie soziale Ungerechtigkeit, die in Deutschland immer mehr um sich greife.

Angst vor Ausschreitungen haben die meisten an diesem Samstagnachmittag nicht - auch wenn so mancher angesichts des linksautonomen Blocks im Demozug schlucken muss. Was aber regelmäßig zu hören ist: „Wir sind wachsam.“ Falls es doch zu brenzligen Situationen komme, werde man sich raushalten.