Vorfall in Stuttgart
: Mann belästigt Kinder auf Spielplatz – Eltern rufen die Polizei

Im Stadtbezirk Sillenbuch wird an den Schulen vor einem Mann gewarnt, der Kindern gegenüber zudringlich wird. Jetzt hat die Polizei einen Verdächtigen vorläufig festgenommen.
Von
Jürgen Bock
Stuttgart
Spielplatz Bernsteinstrasse Heumaden.

Der Tatverdächtige soll Kinder auf dem Spielplatz an der Bernsteinstraße in Heumaden angesprochen haben.

Lichtgut/Leif Piechowski
  • Polizei nimmt in Stuttgart-Heumaden einen 43-Jährigen vorläufig fest.
  • Verdacht: unsittliche Berührungen auf dem Spielplatz an der Bernsteinstraße.
  • Eine Mutter alarmierte die Polizei, die den Mann noch vor Ort antraf – später Freilassung.
  • Zeugen berichten von Ansprachen, Mitfahrten auf E-Scooter und Versprechen von Süßigkeiten.
  • Schulen im Stadtbezirk Sillenbuch warnen seit rund zwei Jahren vor ähnlichen Vorfällen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Polizeibeamte haben am Dienstag in Stuttgart-Heumaden einen 43 Jahre alten Mann vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, auf dem großen Spielplatz an der Bernsteinstraße Kinder unsittlich berührt zu haben. Eine Mutter beobachtete den Mann gegen 17 Uhr und alarmierte die Polizei. Offenbar hatte der Tatverdächtige Kinder auf den Schoß genommen. Die Beamten trafen den 43-Jährigen noch an und nahmen ihn vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzte die Polizei ihn wieder auf freien Fuß.

Offenbar war der Mann zuletzt öfter aufgefallen. Laut Zeugen soll er mehrfach Kinder angesprochen und sie auf einem E-Scooter mitfahren lassen haben. Er soll zudem versprochen haben, ihnen Süßigkeiten zu kaufen. An der Grundschule Heumaden ist jüngst bei Elternabenden vor dem Mann gewarnt worden. Ob er auch auf anderen Spielplätzen aufgetaucht ist, ist noch unklar.

Im Stadtbezirk Sillenbuch gibt es seit rund zwei Jahren Aufregung, weil Kinder im Umfeld von Schulen von Fremden angesprochen werden. Immer wieder werden Eltern per Anschreiben oder in Elternabenden gewarnt. Im Umfeld der Deutsch-Französischen Grundschule hat es im Januar gleich zwei Fälle gegeben. Einmal soll ein unbekannter Mann eine Drittklässlerin nach ihrem Namen und ihrer Telefonnummer gefragt, sie gepackt und festgehalten haben. Das Mädchen konnte sich losreißen. Nur wenige Tage später soll vor der Schule ein Mann einem Zweitklässler angeboten haben, ihm in seiner Wohnung Hundewelpen zu zeigen. Der Junge rannte weg.

Süße Hundewelpen oder Kätzchen?

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im Stadtbezirk drei ähnliche Vorfälle – einmal in Sillenbuch, einmal nahe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und einmal in Heumaden. In letzterem Fall soll eine Siebenjährige auf dem Heimweg von der Grundschule von einem Mann festgehalten worden sein. Er gab vor, ihr in seinem Auto Kätzchen zeigen zu wollen. Das Kind konnte sich losreißen und flüchten. Geklärt worden ist nur der Fall aus Sillenbuch: Da hatte ein Mann tatsächlich Spielzeug verschenken wollen und deshalb vor der Grundschule Kinder angesprochen. Er wurde ermittelt – und darüber aufgeklärt, dass das sicher nicht der geschickteste Weg gewesen ist.

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