: Abschied vom Vater in einer Stuttgarter Tiefgarage
Lesenswert aus dem Plus-Archiv: Wenn ein Mensch an Covid-19 gestorben ist, gilt er immer noch als ansteckend. Nur unter Sicherheitsvorkehrungen dürfen sich Angehörige dem Toten nähern. Zwei Frauen haben sich in einer Stuttgarter Tiefgarage von einem Familienmitglied verabschiedet.
Von
Julia Bosch und Andreas Reiner (Fotos)
Stuttgart
Rote Tomaten, grüner Strauch, weißes Plastik: Die Farben sollen ein Symbol für Italien darstellen, die Heimat des Verstorbenen.
Foto: Andreas Reiner
Wenn ein Mensch an Covid-19 gestorben ist, gilt er immer noch als ansteckend. Aus diesem Grund müssen sie in Body Bags, also Bergehüllen, gebettet werden.
Andreas Reiner
Nur unter Sicherheitsvorkehrungen dürfen sich die Angehörigen dem Verstorbenen nähern.
Andreas Reiner
Zur Verabschiedung in der Tiefgarage kommt nur die Tochter mit ihrer Ehefrau. Die Frau des Verstorbenen ist noch in Quarantäne.
Andreas Reiner
Die beiden Frauen heben den Deckel auf den Sarg. Daneben steht die Bestatterin Nicole Bornkessel, sie gibt ihnen Anweisungen.
Andreas Reiner
Am Ende der ungewöhnlichen Zeremonie schieben sie den Sarg von der Bahre in den Transporter.
Andreas Reiner
Nicole Bornkessel ist Betriebsleiterin im Bestattungsinstitut Rolf. Sie sagt: „Für die Hinterbliebenen ist es oft eine emotionale Katastrophe, dass sie sich nicht von einem geliebten Menschen verabschieden können.“