STN+STN+Tiny House in Stuttgart
: So cool ist das Tiny House auf einem Dach im Stuttgarter Westen

Das extravagante Tiny House steht im Stuttgarter Westen auf dem Haus einer Galerie. Es soll ein vorübergehendes Daheim für Künstler aus aller Welt bieten. Ein Besuch.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
  • Das kleinste Haus in Stuttgart ist ein Kunstwerk, das bewohnt werden kann. Es steht auf dem Dach der Galerie Better Go South.

    Lichtgut/Ferdinando Iannone
  • Tiny House im Stuttgarter Westen, von dem Künstler Richard Woods für Künstler entworfen.

    Ferdinando Iannone/
  • Die Galeristen Michael und Nina Preuss, hier neben den Architekten Michele Grazzini und Stephan Obermaier (v. li.), warten noch auf die Freigabe vom Bauamt, damit der Innenausbau fürs Tiny House starten kann.

    Ferdinando Iannone/Lichtgut
  • Kunst findet sich selbstredend auch im kleinen Dachgarten.

    Ferdinando Iannone/Lichtgut
  • Vom Park aus blitzt der gelbe Schornstein durchs Laub.

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • Hervorragende Aussicht von der Dachterrasse aus.

    Golombek
  • Der Bau aus den 1980ern ist seit dem Umbau in schlichtem Weiß und Grau gehalten, inspiriert wurden die Architekten Michele Grazzini und Stephan Obermaier dabei von den Glasbausteinen.

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • So sah es vor dem Umbau aus.

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • Eine feuerverzinkte Außentreppe verbindet nun Galerie, Kreativagentur und das Tiny House auf dem Dach.

    Ferdinando Iannone/Lichtgut
  • Der Raum in ersten Stock war das Malerbüro, nun ist es der Ort der Kreativagentur Preuss und Preuss. Die Stuttgarter Architekten von g2o haben aus kleinen Zimmern einen großzügigen Raum mit eingestelltem Kubus in Yves-Klein-Blau geschaffen.

    Ferdinando Iannone
  • Die Büroetage vor dem Umbau. Lauter kleine Zimmer und ein Gang.

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • Die Büroetage nach dem Umbau. Alles offen – der Kubus bietet Raum für eine Garderobe und Schließfächer für Mitarbeitende, Stauraum, einen Thinktank und . . .

    Michele Grazzini/Preuss & Preuss/Better Go South
  • . . . er fungiert als Ausstellungswand. Nina und Michael Preuss in ihrer Kreativagentur, in der . . .

    Ferdinando Iannone/Lichtgut
  • . . . eine farbenfrohe Einbauküche (samt hervorragender Kaffeemaschine) mit Stauraumeinbauten, Vorhängen, Ess- und Besprechungstisch für eine geradezu wohnliche Atmosphäre sorgen. Ein perfekt umgesetztes „new work“-Konzept, Büros möglichst einladend zu gestalten.

    Ferdinando Iannone/Lichtgut
  • Das Malergeschäft vor dem Umbau.

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich nun die Kunstgalerie Better Go South von Nina und Michael Preuss. Gefunden haben die Galeristen, die immer noch eine Dependence in Berlin haben, den Ort ganz klassisch auf einem Immobilienportal im Internet. Kunst ist schon lange Bestandteil im Leben der Galeristen. Michael Preuss: „Kunst sammle ich, seit ich die Kunstakademie in Düsseldorf regelmäßig besucht habe, weil Freunde von mir dort studierten. Dort habe ich damals auch meinen ersten Beuys, einen handgemachten Siebdruck für 300 DM, gekauft. Finanziert habe ich das während der Ferien mit einem Job in einer Schraubenfabrik.“

    Ferdinando Iannone/Lichtgut
  • Inspiriert von den Glasbausteinen und der ursprünglichen Architektur ist alles in Weiß- und Grautönen gehalten, Farbe in den Raum bringt die Kunst und . . .

    Ferdinando Iannone/Lichtgut
  • . . . ein stiller Ort in knallendem All-Over-Pink.

    Lichtgut/Ferdinando Iannone
  • Der Lichthof in der Galerie bietet Ausstellungsplatz. Zuvor . . .

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • . . . war dort eine Treppe. Die wurde . . .

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • . . . durch die Außentreppe ersetzt – wirkt wie eine Skulptur. Kunst am Bau!

    Preuss & Preuss/Better Go South
  • Gebäude samt Tiny House liegen in einem kleinen Park (darunter befindet sich eine Großgarage) zwischen Reinsburg- und Rotebühlstraße im Stuttgarter Westen. Die offizielle Adresse ist Rotebühlstraße 175/1, man. . .

    Golombek
  • . . . kann aber auch von der Reinsburgstraße aus eine Staffel hinuntergehen – benannt nach dem Schauspieler Fritz Wisten (1890-1962) . Er wurde in Stuttgart 1933 von den Nationalsozialisten aus dem Theater entlassen, in ein Konzentrationslager deportiert. Fritz Wisten überlebte den Holocaust. Nach dem Krieg lebte er in Berlin. 1946 übernahm er die Direktion des Theaters am Schiffbauerdamm. Von 1953 bis 1961 leitete er die Volksbühne Berlin.

    Golombek
  • Nähert man sich der Galerie Better Go South und der Kreativagentur Preuss und Preuss lugt auf dem Dach das Tiny House hervor.

    Golombek
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