Temperaturen in Stuttgart
: Extreme Hitze bringt Feuerwehr an Belastungsgrenze

Die anhaltende Hitze sorgt in Stuttgart für deutlich mehr Einsätze als üblich. Die Stadt hat deshalb am Samstagabend eine außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen.
Von
alp
Stuttgart
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Feuerwehr und Rettungsdienst sind wegen der anhaltenden Hitze in Stuttgart und der Region seit Tagen deutlich häufiger im Einsatz als üblich (Symbolfoto).

IMAGO/Einsatz-Report24

Seit Mittwoch hat die extreme Hitze in Stuttgart und der Region die Einsatzzahlen von Feuerwehr und Rettungsdienst deutlich steigen lassen. Wie die Feuerwehr in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gibt, betreffen die zusätzlichen Einsätze vor allem den Rettungsdienst. Aber auch die Feuerwehr musste nach eigenen Angaben zuletzt rund doppelt so oft ausrücken wie an gewöhnlichen Tagen.

Wegen der weiter steigenden Einsatzzahlen rief die Landeshauptstadt Stuttgart am Samstag um 18.30 Uhr eine außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) nach dem Landeskatastrophenschutzgesetz aus. Sie gilt zunächst bis Sonntag, 0 Uhr.

Bereits im regulären Betrieb waren zusätzliche Rettungs- und Krankentransportwagen der Feuerwehr sowie der Hilfsorganisationen Johanniter, DRK und Malteser im Einsatz. Nun kommen außerdem vier weitere Krankentransportwagen des Katastrophenschutzes hinzu, die zunächst von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) besetzt werden. Weitere Kräfte der Johanniter und der Malteser stehen in Bereitschaft. Auch Löschfahrzeuge mit medizinisch ausgebildeten Einsatzkräften unterstützen bei der Erstversorgung. Die Freiwillige Feuerwehr übernimmt verstärkt Feuerwehreinsätze.

Feuerwehr verzeichnete seit Mittwoch fast doppelt so viele Einsätze

Laut der Pressestelle der Feuerwehr verzeichnete allein die Feuerwehr seit Mittwoch täglich rund doppelt so viele Einsätze wie sonst. Am Mittwoch rückten die Einsatzkräfte zu rund 50 Einsätzen aus, am Donnerstag und Freitag waren es jeweils mehr als 50 und bis Samstag um 18 Uhr kamen bereits mehr als 40 weitere Feuerwehreinsätze hinzu. Die Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr absolvierten zusätzlich täglich bis zu 26 Einsätze. Zahlreiche weitere Notfälle wurden von den übrigen Organisationen im Rettungsdienst übernommen.

Besonders häufig mussten die Einsatzkräfte zu Vegetationsbränden ausrücken. Seit Mittwoch registrierte die Feuerwehr rund 25 kleinere und größere Brände. Allein im Gleisvorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofs war sie innerhalb weniger Tage dreimal im Einsatz.

Auch die Hitze selbst führte zu ungewöhnlichen Alarmen. So lösten zahlreiche Brandmeldeanlagen aus, weil sich Gebäude – insbesondere leerstehende Büro- und Geschäftsgebäude – auf bis zu 80 Grad aufheizten.

Am Samstagmittag kam es außerdem im Gewann Österfeld zu einem Einsatz, da sich ein Flüssiggastank erhitzt hatte. Aufgrund der hohen Temperaturen hatte das Sicherheitsventil ausgelöst, sodass Gas ausströmte, so die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte kühlten den Tank und errichteten ein Sonnensegel, wodurch die Gasausströmung gestoppt werden konnte.

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