Stuttgarter Wahrzeichen: Industriekletterer arbeiten am Schaft des Fernsehturms

Der Stuttgarter Fernsehturm auf Degerlochs Hohem Bopser.
Marijan Murat/dpaBislang haben die Stuttgarterinnen und Stuttgarter nicht viel gemerkt von den Sanierungsarbeiten am Fernsehturm, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feierte. Das ändert sich jetzt. In dieser Woche haben in Degerloch die Außenarbeiten an Stuttgarts Wahrzeichen begonnen. Industriekletterer sind mit Arbeitsbühnen im Einsatz, um den Turmschaft zu sanieren.
Dabei werden laut Südwestrundfunk (SWR) Risse im Stahlbeton stabilisiert. Das fand zunächst von innen statt. „Auf der Außenseite des Turmschafts werden nun die Risse abgedichtet, um Feuchtigkeit zuverlässig fernzuhalten“, erklärt Sprecher Francisco Hoyo. Anschließend bekommt der Beton eine neue Beschichtung, die den Beton vor der Witterung schützt.
„Seit 1956 ist der Fernsehturm Wind, Wetter und dauernden Bewegungen ausgesetzt“, erklärt Hoyo. Im Jahr 2023 wurde in 80 Metern Höhe ein größerer Riss im Turmschaft entdeckt, durch den Wasser eintrat. Als man sich den Schaden mit einer Drohne genauer ansah, entdeckte man weitere Risse und Abplatzungen am Beton. „Die aktuelle Sanierung sorgt dafür, dass der Turm dauerhaft sicher bleibt – als Wahrzeichen, Sendeturm und Ausflugsziel“, so Hayo.
Im Sommer sollen die Außenarbeiten abgeschlossen sein. Danach folgen weitere Arbeiten von innen. Ende des Jahres soll die Sanierung dann komplett fertig sein. Den knapp 217 Meter hohen Jubilar auf dem Hohen Bopser kann man übrigens trotz der Arbeiten besuchen: Der Fernsehturm bleibt während der kompletten Sanierung geöffnet.
