Stihl Timbersports Sportholzfäller-WM: In Stuttgarts Porsche-Arena kämpfen die besten Sportholzfäller um den Titel

Mit der Axt ist eine von sechs Disziplinen bei der Weltmeisterschaft der Sportholzfäller.
Lichtgut/Julian Rettig- In der Porsche-Arena Stuttgart lief die Stihl Timbersports Weltmeisterschaft am Wochenende.
- 12 Athleten traten in sechs Disziplinen mit Axt, Handsägen und Motorsägen an.
- Brayden Meyer gewann – im Underhand Chop stellte er einen neuen Weltrekord auf.
- Der Deutsche Danny Martin startete mit deutschem Rekord, schied jedoch in Runde eins aus.
- Publikum lobte die Stimmung und die Hot Saw, die als Höhepunkt mit getunten Sägen gilt.
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Ganz schön viel Holz. Um genau zu sein mehr als 16 Tonnen Holz werden bei der Stihl Timbersports Weltmeisterschaft 2026 dieses Wochenende in der Porsche-Arena zerhackt und zersägt. Es ist ein Abend der guten Laune. Als am Samstag gegen 20 Uhr die Einzel-Weltmeisterschaft startet, bebt die Halle wie bei einer riesigen Party. Leuchtende Armbänder, bunte Fahnen und jede Menge Jubel trägt die 12 Athleten durch die 6 Disziplinen, bei denen sie ihr Können an Handsägen, elektrischen Sägen und der Axt zeigen.
Mit dabei ist auch ein Deutscher: Danny Martin. Der startet den Abend zwar mit einem neuen deutschen Rekord, scheidet dann aber in der ersten Runde aus. Die Nase vorn hat am Ende der Australier Brayden Meyer. In der Disziplin "Underhand Chop", bei der ein Baumstamm darauf stehend von beiden Seiten zerteilt wird, stellt er an diesem Abend sogar einen neuen Weltrekord auf.
Viele der Besucherinnen und Besucher fiebern beim Wettbewerb zwar mit, das Ergebnis ist ihnen am Ende aber nicht so wichtig: „Wer am Ende gewinnt, ist mir nicht so wichtig, mir geht es um die Atmosphäre“, so Besucher Jochen. Er und seine Begleiterin Valentina stehen am Rand und verfolgen gespannt das Geschehen auf der Bühne. Für sie steht bei der Weltmeisterschaft vor allem die gute Stimmung im Vordergrund, und die Tatsache, dass sie im Publikum viele Menschen kennen: „Ich arbeite seit über 20 Jahre bei Stihl, ich habe quasi orangenes Blut. Hier sind viele aus dem Geschäft und die Atmosphäre ist geil, einfach mega“, sagt Valentina euphorisch. Sie selbst stand natürlich auch schonmal an der Kettensäge: „Das macht einfach Spaß“, so ihr Resümee. Für die Wettkämpfer haben die zwei deshalb auch den größten Respekt: „Das sieht nach Spaß aus, aber es ist wirklich harte Arbeit!“

12 Athleten sägen um den WM-Titel.
Lichtgut/Julian RettigBesucher Sabine und Wolfgang aus Weinstadt haben die Karten ebenfalls über Stihl-Betriebsangehörige erhalten und sind von der Stimmung begeistert, sie freuen sich dabei besonders auf die Disziplin "Hot Saw". Diese ist für viele das Highlight. Sie findet ganz am Ende des Wettkampfs statt und fordert viel Konzentration und Kraft von den Teilnehmenden. Für manchen ist sie deshalb eine Art Königsdisziplin. Dabei kommen „extrem leistungsstarke, getunte Kettensägen“, zum Einsatz, wie es bei Stihl Timbersports auf der Webseite heißt. Die Sägen werden extra für den Wettbewerb angefertigt und können fast 30 Kilogramm wiegen.
Abwechslungsreiche Show und lockere Atmosphäre
Für manchen Besucher ist der Abend aber nicht nur eine große Party, sondern auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Felix G. aus Stuttgart-Nord, der das Event mit seinem Vater in der Porsche Arena verfolgt, hat die Karten über eine Verwandte, die ebenfalls bei Stihl beschäftigt ist, erhalten. Er erzählt: „Ich habe das schon früher bei Eurosport immer angeschaut. Damals muss ich so 14 gewesen sein. Ich glaube, diese brachiale Gewalt fasziniert viele“, so der junge Familienvater. Felix selbst hat in jungen Jahren ebenfalls Erfahrungen an der Säge gesammelt: „Wir haben früher bei meinen Eltern immer Holz gemacht.“ Der Stuttgarter ist generell sportbegeistert – schaut sich die meisten Spiele des VFB Stuttgarts live an oder verfolgt auch mal ein Darts-Turnier. Die Timbersports-Weltmeisterschaft fasst er wie folgt zusammen: „Laut, bunt, viele Lichter und einfach eine super Stimmung. Die Athleten wirken locker und als ob sie selbst auch Spaß hätten. Das ist einfach was ganz anderes und gefällt mir gut.“ Ein weiterer Punkt, der für ihn den Besuch der Weltmeisterschaft lohnenswert macht, ist die Abwechslung: „So viele unterschiedliche Disziplinen sorgen für viel Abwechslung und es ist einfach geil, da zuzuschauen“, so sein Fazit über einen für ihn gelungenen Abend in der Porsche-Arena.