Stuttgart ist eine schöne Stadt. Aber früher war sie noch viel schöner. Wir zeigen, wie die Stadt einst aussah, und wie sie sich verändert hat. Klicken Sie sich unsere Bildergalerie.
So sah Stuttgarts Zentrum 1925 von oben aus. Der Schlossplatz sieht heute...
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg
...noch fast genauso aus. Auf der Seite zur Königstraße hin stehen keine Bäume mehr. Im Laufe der Jahre wurde die Innenstadt ohnehin etwas entwaldet. Auffällig die Form des Teichs im Schlossgarten. Der Eckensee wurde 1961 anlässlich der Bundesgartenschau angelegt. Zuvor hatte der "See" keine Ecken (s. Bild zuvor). Unverändert...
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...steht der Königsbau gegenüber des Neuen Schlosses. Das Bild ist neuer als die Kleidung der Passanten vermuten lässt. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Könisbau erschienen sie 2009 in historischen Kleidern. Neben dem Königsbau hat sich aber einiges geändert. Früher schloss...
dpa
...das Kronprinzenpalais an den Königsbau an. Es wurde 1846 bis 1850 gebaut, im Krieg schwer beschädigt und 1968 endgültig abgerissen. Im Bild aus dem Jahre 1900 fuhren Straßenbahnen über den Schlossplatz. Das taten sie...
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...auch noch 1969 als der Kleine Schlossplatz an der Stelle des Kronprinzenpalais errichtet wurde. Inzwischen fahren die...
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...Stadtbahnen unterirdisch und der Köngisbau spiegelt sich im Glaskubus des Kunstmuseums. Auch auf der...
dpa
...Königstraße (Bild von 1926) waren bis in die...
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...die 1970er Jahre Autos und Bahnen untwerwegs (Bild von 1968). Heute sieht man...
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...weder Autos noch Bahnen dafür umso mehr Fußgänger auf der Königstraße. Den...
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...Bahnhofsturm hat man auch schon früher von der Königstraße aus gesehen, hier 1920, doch damals ohne Mercedesstern. Den bekam der Turm erst 1952 aufs Dach. Dafür betrat man vor dem Zweiten Weltkrieg die Königstraße noch durchs Königstor. Vom Turm aus sah man damals auf den...
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...Marstall hinunter, in dem früher das Hotel am Schlossgarten untergebracht war (Bild von 1928). Inzwischen ist..
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...der Ausblick etwas weniger spektakulär. Dem Hauptbahnhof...
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...fehlte vor dem Krieg, wie erwähnt, der Mercedesstern. Dafür hatte der Hauptbahnhof, hier 1933 von oben,...
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...noch beide Flügel. Besonders stark verändert hat sich...
dapd
...der Marktplatz (Bild von 1906). Auf Bestreben des damaligen Oberbürgermeisters Arnulf Klett wurde nach dem Krieg...
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...keines der Gebäude wieder aufgebaut. Flachdach statt Spitzdach heißt seitdem die Devise. Auch das...
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...1906 im Stil der flämischen Spätgotik fertiggestellte Rathaus fiel dem Krieg zum Opfer. Seit...
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...1956 steht nun das neue Rathaus an seiner Stelle. Vom Marktplatz zur Königstraße...
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...führt die Schulstraße. 1926 sah sie noch so aus, heute herrscht auch hier...
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...das Flachdach. Seit wann sie als "Fressgasse" bezeichnet wird ist, nicht überliefert. Nicht zum Essen, sondern in erster Linie zum Feiern geht man heute...
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...zum Hans im Glück Brunnen. Davon konnte im Jahr 1910 noch keine Rede sein. Einige der...
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...alten Häuser sind bis heute erhalten geblieben. Komplett gewandelt hat sich hingegen...
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...der Charlottenplatz. 1907 war es noch ein richtiger Platz,...
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...heute ist er eine große Kreuzung. Das Alte Waisenhaus (vergleichen Sie das vorherige Bild) steht aber immer noch. Im Jahr...
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...1895 fuhren Pferdewagen über den Charlottenplatz. Inzwischen rauscht...
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...die Stadtautobahn unter ihm hindurch. Zurück zur...
dpa
...Königstraße. An ihr wurde 1906 im Auftrag der drei großen Fabrikanten-Familien Bosch, Leibfried und Wulle der Wilhelmsbau gebaut. Nach dem Krieg wurde er...
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...samt Turm in neuer Form wieder aufgebaut. Rund um den...
Leif-Hendrik Piechowski
...Feuersee (Bild aus dem Jahr 1930) im Stuttgarter Westen ist relativ viel...
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...alte Bausubstanz erhalten geblieben. Die im Krieg zerstörte Johanneskirche wurde wieder im neogotischen Stil errichtet. Allerdings fehlt ihr seither die Spitze. Ein Mahnmal. Von...
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...Bad Cannstatt fuhren einst die Dampfloks über die Rosensteinbrücke durch den Rosensteintunnel nach Stuttgart (Bild aus dem Jahr 1907). Auch heute noch überqueren...
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...Züge den Neckar, aber ohne Dampfloks, und die Rosensteinbrücke hat inzwischen weniger Bögen als damals. Dafür ist ein Fußgängersteg dazu gekommen und einen...
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...Stadtstrand hat es früher in Bad Cannstatt auch nicht gegeben. Nicht nur die Innenstadt hat sich im Laufe der Jahrzehnt verändert,...
dpa
...auch die Außenbezirke. Im Jahr 1954 sah der Blick von Obertürkheim ins Neckartal noch so aus. Der Neckar folgte hier noch seinem alten Verlauf. Vor allem auf der Wangener Seite erkennt man eine landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Auenlandschaft. Davon...
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg / Albrecht Brugger
...ist heute gegenüber des 1958 eröffneten Stuttgarter Hafens nicht mehr viel zu sehen.
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg / Albrecht Brugger
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Stuttgart - Bilder aus dem Postflugzeug aufgenommen, alte Kupferstiche, moderne Stadtpläne: Eine Zeitreise per Mausklick bietet die DVD "Stadtentwicklung Stuttgart - von den Anfängen bis zur Gegenwart." Sie wurde der Öffentlichkeit am Mittwochabend im Rathaus vorgestellt.
Die DVD birgt Archiv-Schätze, die der Allgemeinheit normalerweise verschlossen bleiben: Mehr als 70 zoombare Karten und Stadtmodelle aus allen Epochen, Hunderte von Stadtansichten, Stichen und Fotos aus der Frühzeit der Fotografie bis heute vermitteln einen plastischen Eindruck vom Wachstum Stuttgarts von den Anfängen bis in die Gegenwart.
Wer die Schönheit der Landeshauptstadt aus der Vogelperspektive erleben will, kann sich ins Jahr 1920 zurückversetzen und mit dem Postflugzeug einen Rundflug über das Stadtzentrum erleben. Andere Filmdokumente zeigen den damals noch spärlichen Verkehr in der Innenstadt im Jahre 1938. Auf der längst zur Flaniermeile umgewandelten Königstraße fahren 1958 noch Autos und Straßenbahnen, gebändigt vom Schupo auf einem Podest.
Herbert Medek, Leiter des Sachgebiets Allgemeine Verwaltung, Zentrale Dienste im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, entführt die Betrachter zu einem Rundgang durch das Stadtmodell von 1760/90. In Hörbeiträgen erklärt der profunde Kenner der Stadthistorie kompetent das Innenstadtoval, den etwa 500 Meter langen und 250 Meter breiten Stadtkern, der einst innerhalb einer Maueranlage mit Wassergraben und Wällen lag. Die Nordgrenze markierte der Obere Graben, heute Königstraße. Anstelle des einstigen kleinen Grabens im Süden verläuft heute die Eberhardstraße.
Interaktiver Stadtrundgang
Ende des 14. Jahrhunderts entstand im Süden eine Vorstadt, eine weitere ab 1450 im Norden. Wer im ausgehenden Mittelalter in Stuttgart übernachten wollte, tat dies am besten in den beiden Kloster-Pfleghöfen, dem Herrenalber Hof und dem Bebenhäuser Hof. Medek: "Das waren damals die besseren Hotels. In den Schilderwirtschaften ging es derber zu." In seiner launigen Führung geht Medek auch auf schillernde Gestalten ein, die sich in Stuttgart aufhielten. Zu ihnen gehörte auch der berühmte Verführer Casanova. Der Venezianer blieb nicht lange in Stuttgart, er türmte, weil er seine Spielschulden nicht bezahlen konnte.
Mit nicht nur einem weinenden Auge werden alte Stuttgarter die Fotografien der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und kurz danach betrachten. Dort ist unter anderem das Kronprinzenpalais zu sehen. Obwohl die Fassade einen Bombenangriff überstanden hatte, wurde sie abgerissen und machten dann einer Betonwildnis Platz, die erst jüngst durch das Kunstmuseum ersetzt wurde. Fast nicht mehr zu erkennen sind auf Bildern um 1920 Teile der oberen und unteren Königstraße, und es braucht ein sehr geübtes Auge, den Charlottenplatz von einst ausfindig zu machen.
Die DVD ist übersichtlich gegliedert. Ein Menü zeigt folgende Felder: Thema, Zoombare Stadtkarten, Videoüberflug 1920, Modell 1760, Innenstadt 1760/90 interaktiv. Der Klick auf das Themenfeld bietet ausgesuchte Straßen und Plätze. Beim Anklicken erhält der Betrachter einen erklärenden Text und mit einem weiteren Klick eine Bilderschau mit Ansichten des ausgesuchten Objekts.
Initiiert wurde die DVD von Herbert Medek und Johannes Gienger, Leiter des Stadtmedienzentrums Stuttgart am Landesmedienzentrum. Verwendet wurden Karten des Stadtmessungsamts, Modelle des Stadtplanungsamts, Bilder des Fotoarchivs des Landesmedienzentrums, Filmclips des Hauses des Dokumentarfilms und Texte des Planungsstabs des Stadtmuseums. Johannes Gienger hält die digitale Schatzkiste auch in Schulen für einsetzbar: "Sie zeigt den Wert der Digitalisierung von Archiven für das digitale Arbeiten im Unterricht."
Stuttgart damals und heute: Wir zeigen, wie die Stadt einst aussah, und wie sie sich verändert hat. Klicken Sie sich unsere Bildergalerie.
Die Bilder des Landesmedienzentrums sind urheberrechtlich geschützt. Unter www.medienshop.lmz-bw.de können sie erworben werden.
Wer die DVD erwerben will, kann sie bestellen. Per Mail: rbogenfeldt@lmz-bw.de; per Post: beim Stadtmedienzentrum, Rotenbergstraße 111, 70190 Stuttgart. Die DVD kostet 20 Euro plus Versand.