Zollkontrolle am Flughafen Stuttgart
: Drogenspürhund erschnüffelt 5,3 Kilo Marihuana

Der elfjährige Labrador Spike steht zwar kurz vor der Rente. Am Flughafen Stuttgart hat er aber bewiesen, dass er noch den richtigen Riecher hat. Sein Nachfolger steht schon in den Startlöchern.
Von
Sebastian Steegmüller
Stuttgart
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  • Spike ist seit rund zehn Jahren für den Zoll im Einsatz.

    Hauptzollamt Stuttgart
  • Anfang März hat Spike am Flughafen Stuttgart 5,3 Kilogramm Marihuana erschnüffelt.

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  • Sie waren in zwei kleineren Koffern versteckt.

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  • Selbst in Zügen kommt Spike zum Einsatz.

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Kurz vor seinem Renteneintritt hat der elf Jahre alte Rauschgiftspürhund Spike einmal mehr ein gutes Näschen bewiesen. Wie der Zoll berichtet, hat der Labrador bereits Anfang März am Flughafen Stuttgart angeschlagen, als ein 48 Jahre alter Mann die Gepäckausgabehalle durch den grünen Ausgang für Reisende mit anmeldefreien Waren verlassen wollte.

Die anschließende Kontrolle der Zollbeamten bestätigte den richtigen Riecher des tierischen Kollegen. In den mitgeführten Koffern – es handelt sich jeweils um Handgepäck – befanden sich außer wenigen Bekleidungsstücken neun verschweißte und mit Marihuana gefüllte Päckchen, insgesamt 5,3 Kilogramm.

Gegen den Reisenden, der aus Barcelona in die Landeshauptstadt geflogen war, wurde ein Strafverfahren wegen verbotener Einfuhr von Cannabis eingeleitet. Der Mann wurde vorläufig festgenommen, das Marihuana sichergestellt. „Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Stuttgart übernommen, und der Mann sitzt in Untersuchungshaft“, sagt der Zoll-Pressesprecher Matthias Krebs.

Nachfolger Einstein und Spike verstehen sich prächtig

In seiner zehnjährigen Laufbahn half Spike rund 2000 Drogendelikte aufzuklären. Wie lange der Vierbeiner noch in den Terminals mit Hundeführer Stephan Fuchslocher auf Streife geht, könne man noch nicht genau sagen, so der Zollsprecher. Der Labrador werde in Pension gehen, sobald sein Nachfolger Einstein die Ausbildung zum Spürhund absolviert hat. Ein konkretes Datum gebe es aber noch nicht.

Die beiden Hunde leben schon gemeinsam bei Fuchslocher und dessen Partnerin, verstehen sich offenbar prächtig. Dass der erfahrene Spike zur Unterstützung des jungen Hundes eines Tages aus dem Ruhestand reaktiviert werde, sei ausgeschlossen, so Krebs. „Wenn er in Pension ist, ist er in Pension.“ Übrigens: Der Zoll kommt im Anschluss auch weiterhin für sämtliche Kosten auf, zahlt unter anderem das Futter und die Tierarztrechnungen.

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